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Der Heine-Science-Slam 2015

Nachdem ich zwei Science Slams (siehe unten) der Math-Nat besucht hatte, war ich auf den ersten Heine-Science-Slam aller Fakultäten gespannt.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gab es erstmals einen Science Slam aller Fakultäten. Zuvor hatten in jeder Fakultät Vorausscheidungen stattgefunden (auf dem Math-Nat Science Slam war ich).

Der Hörsaal 3D war zwar gut vorbereitet, aber deutlich zu klein. Hörsaal 3A ist größer und wäre damit besser gewesen. Das habe ich auch von anderen, die auf den Stehplätzen neben mir standen, gehört. Immerhin war es schön kuschelig. 😉 Durch den Stehplatz konnte ich leider keine Notizen machen und muss mich jetzt auf mein Gedächtnis und die Fotos verlassen…

Den Heine Science Slam haben Debbie Radtke und Tobias Löffler sehr gut moderiert.

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Es geht los: Der erste Heine-Science-Slam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

Tobias Löffler hat außer Konkurrenz den Einführungsvortrag „Ich falt dich: zusammen!“ gehalten. Denn, da das Publikum, wie auch die letzten Male, mit der Applaus-Lautstärke den Sieger bestimmt, gab es diesmal als Unterstützung ein Stück Pappe zum Falten. Bevor es jedoch ans Basteln ging, wurde „Falten“ aus Sicht jeder Fakultät beleuchtet. Ich habe mir das Bastelergebnis als Souvenir mitgenommen, wie ihr hier seht.

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Damit die Abstimmung beim Heine Slam klappt: Der Fächer zum Lärmen 🙂

Den ersten Wettkampfvortrag „Kann ein Tier eine Sache sein?! – Einblicke in die Idiotie rechtlicher Dogmatik“ haben Christian Ollig und Matthias Bähr von der Juristischen Fakultät gehalten. Ich war sehr gespannt auf diesen Vortrag, da ich mir Jura und Science Slam nicht gut vorstellen konnte. Was soll ich sagen, der Beitrag war einfach super. Beide kamen in identischer Kleidung zum Vortragen. – Alle Jurastudenten tragen so etwas, war die Aussage. 😉 An einem Beispiel (der arme Hund unten im Foto) wurde gezeigt, dass ein Tier juristisch als Sache behandelt wird. Da man als Jurist jedoch nicht den kurzen Weg von A nach B geht, werden diverse Gesetze zur Hilfe genommen um die Argumentation zu unterstützen. – Und so gibt es viele Wege zum Ziel… Das Thema war witzig aufbereitet und gut vorgetragen. Für mich war das der beste Science Slam Vortrag des Abends.

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Der aktuelle Fall: Hund fällt bösem Nachbarn zum Opfer – und die Frage ist ein Tier eine Sache?

Der nächste Beitrag kam aus der Math-Nat von Gian Perrone. Es drehte sich alles um „Drahtlose Nichtkommunikation“ bzw. „Warum ist das WLAN schon wieder kaputt?“ Ich hatte ihn schon beim Math-Nat-Vorentscheid gehört und natürlich war er immer noch gut. 🙂 Der Grund für die WLAN-Probleme ist die Doppelbelegung von Frequenzen. Im „Standardbereich“ teilt sich das WLAN die Frequenzen mit Bluetooth. Wie man sehen konnte, bekommt der etwas phlegmatische Hund WLAN vom kleinen agilen Bluetooth in regelmäßigen Abständen eins übergebraten. 😉 Bluetooth stört das WLAN und WLAN braucht eine Weile um „auf Touren“ zu kommen. Immerhin gibt es mittlerweile weitere WLAN-Frequenzen.

Science Slam-Beitrag Nr. 3 stammte aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und zwar mit dem Thema „Dialekt und Ökonomie“ vorgetragen von Jens Südekum – in verschiedenen Rollen mit unterschiedlichen Dialekten. Und irgendwie habe ich mich ertappt gefühlt… Die These ist, dass je höher der Dialektunterschied zwischen A und B ist, desto stärker ist auch der kulturelle Unterschied. Hat dieser Unterschied einen Einfluss auf die Ökonomie? Startpunkt der Untersuchungen ist die Landkarte der Dialekte, ein Sprachatlas, den Georg Wenker mittels Befragungen Ende des 19. Jahrhunderts aufstellte. Nachdem die Daten mal eben 😉 in den Computer getippt wurden, zeigte sich, dass der Einfluss der Dialektgrenzen auch im 21. Jahrhundert noch sichtbar sind. Wenn man seine Kreise verlässt, muss der Anreiz (z. B. Arbeit, Gehalt) höher sein, sonst bleibt man „in der Gegend“.

Der vorletzte Beitrag stammte von Jutta Teuwsen (Philosophische Fakultät) „Japaner – Alle pervers?“. Am Anfang stand, dass man in Japan alles in Automaten kaufen kann. Danach beleuchtete sie die Informationen, die hier in Deutschland über Japaner durch die Medien geistern, etwas genauer. Das Ergebnis war, dass man etwas genauer hinschauen sollte, WER einem WELCHE Informationen zur Verfügung stellt, denn „Sex sells“. Nach diesem Vortrag konnte man sich gepflegt fragen, welche Informationen in anderen Ländern über unser Land ankommen…

Der Abschlussbeitrag war ein Selbstversuch aus der Medizinischen Fakultät: „Low Carb: A New Way of Living“ von Benjamin Kuno. Hier konnte man erfahren, dass Fast Food und Bier neben einer Reihe von anderen Inhaltsstoffen auch jede Menge Kohlenhydrate beherbergen. Bei Low Carb Diäten wird die Menge an Kohlenhydraten streng begrenzt, während alle anderen Nährstoffe in beliebiger Menge genossen werden können. Im gezeigten Diät-Vergleich zwischen Low Carb und Low Fat, hatte Low Carb die Nase vorne. Auf jeden Fall war der Selbstversuch mit Low Carb für Benjamin Kuno erfolgreich – nur am Six Pack muss noch gearbeitet werden. 😉

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Warten auf die Abstimmung beim Heine-Science-Slam 2015

Nach den Vorträgen hieß es wieder auf die Entscheidung zu warten und für die Zuschauer fleißig Lärm für den Favoriten zu produzieren. Es gab für alle viel Beifall, aber am lautesten waren die Zuschauer für den Science Slam-Vortrag von Jutta Teuwsen. „Sex Sells“ 😉

Alle Vorträge waren spannend, witzig, gut aufbereitet und gaben den Zuschauern einen kleinen Einblick in die Forschung der jeweils anderen Fakultäten. Ich freue mich schon auf den nächsten Sience Slam an der HHU. 🙂

Hier findet ihr meine beiden ersten Science Slam-Vorträge:

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6. Science Slam der Math-Nat an der HHU

Gestern fand der 6. Math-Nat Science Slam (und der zweite dieses Jahr) statt. Es war ein amüsanter und interessanter Abend. 🙂 Als ich bei meiner alten Uni angekommen bin, habe ich direkt die Reklame für den Math-Nat Science Slam gesehen. Poster um Freiwillige für die Vorträge zu bekommen und natürlich auch Zuschauer in den Hörsaal.

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Plakat zur Ankündigung des 6. Math-Nat Science Slam der Heinrich-Heine-Universität

Dieser Science Slam war insofern anders, da es sich um den Vorentscheid für den Heine Science Slam am 24. Juni 2015 (Gebäude 23.01, Hörsaal 3D, aktuelle Infos auf der Website) – anlässlich des 50-jährigen Bestehens der HHU – bei dem alle Fakultäten antreten, handelte.

Die Mediziner hatten einen derartigen Andrang, dass es Vorentscheidungen für den Vorentscheid gab/gibt. Für die End-Vorausscheidung 😉 am 27. Mai 2015 (18 Uhr, Gebäude 13.55, Hörsaal 13B) ist sogar ein Gast-Slammer, der Physiker Prof. Metin Tolan, mit einem Vortrag außer Konkurrenz eingeladen.

Bei dem Math-Nat Science Slam wurden gestern insgesamt 5 Vorträge gehalten. Die Fächer Chemie und Biologie waren nicht vertreten. Aus meiner Studienzeit hatte ich die Chemiker nicht so – konservativ – in Erinnerung. Ich finde das besonders schade, da mein alter Prof bekannt für gute Vorlesungen und Vorträge war. 😦 Na ja, die Zeiten und Professoren ändern sich.

Und los geht’s: Science Slam Nr. 6

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Und los geht’s 🙂

Tobias Löffler, der Organisator, hat wieder seinen witzigen Einführungsvortrag „Was ist ein Science Slam“ gehalten und den Begriff in kleine Teilchen geteilt. Aus Science wurde Naturwissenschaften > Natur – Wissenschaft > Na – Tur – Wissen – Schaft. Und das gleiche noch mit „Slam“. Am Ende folgte die Kompletterklärung und dann auch die Info zum Abstimmungsprocedere. Hier findet ihr meinen ersten Beitrag zum Sience Slam mit einer allgemeinen Einführung.

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Was wir schon immer über Na – trium wissen wollten 😉

Der erste Redner war Sami Hamdan (Psychologe) mit einem Beitrag zu „Drogensucht und Drogentoleranz“. Er hat sehr plakativ gezeigt, dass durch eine Erwartungshaltung – Konditionierung (ein/mein Beispiel für Konditionierung ist der Pawlowsche Hund) – die Wirkung von Drogen, Koffein und auch Schmerzmitteln gedämpft wird. Dies führt zu einer Toleranzentwicklung. Das Problem: Wenn man außerhalb der „üblichen“ Situation die gleiche Menge an was auch immer zu sich nimmt, kann man durch die mangelhafte Dämpfung bei gleicher Menge einen stärkeren Effekt (Überdosis) erzielen.

Bei dem Vortrag von Gian Perrone (Informatik) drehte es sich um „Drahtlose Nichtkommunikation“ oder „Warum ist das WLAN schon wieder kaputt?“. Die gut verpackte Antwort ist Doppelbelegung von Frequenzen. Im „Standardbereich“ teilt sich das WLAN die Frequenzen mit Bluetooth. Wie man sehen konnte, bekommt der etwas phlegmatische Hund WLAN vom kleinen agilen Bluetooth in regelmäßigen Abständen eins übergebraten. 😉 Bluetooth stört das WLAN und WLAN braucht eine Weile um „auf Touren“ zu kommen. Immerhin gibt es mittlerweile weitere WLAN-Frequenzen. Da sich im selben Frequenzbereich das Radar befindet (Flugzeuge usw. – sollte mich das jetzt beunruhigen?), gibt es auch hier Störungen. Der Vortrag war mein Favorit :-).

Sinan Ekemen (Physik) beschäftigte sich in einem interessanten Vortrag mit „Schrödingers Muse“. Auch den Chemikern ist Erwin Schrödinger, der 1933 den Nobelpreis für Physik erhielt, ein Begriff. Im Vortrag ging es allerdings hauptsächlich um sein Beziehungsnetzwerk – zu Frauen und Wissenschaftlern… Mein Fazit zu diesem witzigen Vortrag: Physiker sind auch nur Künstler 😉 und der Begriff Bohème ist mir auch noch eingefallen. Hier findet ihr übrigens ein Interview mit der Tochter von Schrödinger.

Bei dem Vortrag von Darius Rupalla (Pharmazie) zum Thema „Drugs going Retard“ habe ich mich dann wieder sehr zu Hause gefühlt. 🙂 Es ging darum, dass die Arzneimittel in eine passende Form für eine langfristige Wirkung gebracht werden. Hierfür gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten: eine Umhüllung mit kleinen Löchern und eine Art Labyrinth aus dem die Wirkstoffe nur langsam herauskommen. Teilen und zermörsern ist gaaanz böse, da die Wirkung der Medikamente dann nicht langfristig erfolgen kann. Weiterhin gibt es Deko-Rillen auf nicht teilbaren Tabletten. Definitiv wichtige Infos. Kann man die Wirkstoffe für Leute, die nichts großes schlucken können, nicht in kleinen Kügelchen verpacken? (meine Idee dazu) Ich kam mir nur zwischendurch wie eine Art Versuchskaninchen vor: Er nutzte öfter die Formulierung „Arzneimittel in den Patienten zu bekommen“. 😉

Michael Epping (Physik) hielt einen Vortrag über „Quantenkryptografie“ oder wie sich Alice und Bob verschlüsselt unterhalten können. Der Vortrag hat meine Erinnerungen an Wellen und Filter und … wieder wach gerufen.

Dann wurde es für alle Redner spannend: Wir durften für den besten Vortrag abstimmen. Der Vortrag mit der größten Lautstärke gewinnt. (Tipp: immer seine eigenen [lauten] Fans mitbringen 😉 )

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6. Math-Nat Science Slam der HHU: Warten auf die Abstimmung

Platz 1: Schrödingers Muse

Platz 2: Drahtlose Nichtkommunikation

Platz 3: Quantenkryptografie

Da Sinan Ekemen seinen Vortrag nicht am Finaltag halten kann, wird für die Math-Nat Fakultät mein Favorit mit dem bösen Bluetooth teilnehmen. 😀

Mir haben alle Beiträge gefallen. Sie waren spannend aufbereitet und informativ. Vielen Dank 🙂

Der Science Slam wird wieder online gestellt. Hier findet ihr das Video (alternativ kommt ihr über diese Seite zum Video).

Tipp: 5. Düsseldorfer Science Slam

Ich habe heute für euch eine Tipp: witzige allgemein verständliche wissenschaftliche Kurzvorträge an der Heinrich-Heine-Uni, den 5. Düsseldorfer Science Slam:

  • 20. Januar 2015, 17.00 Uhr, Hörsaal 5K, Gebäude 25.31, Heinrich-Heine-Universität
  • 21. Januar 2015, 19.30 Uhr, Haus der Universität am Schadowplatz

Der Eintritt ist frei – aber da es auch keine „Platzkarten“ gibt, wäre nach Auskunft der Organisatoren ein rechtzeitiges Erscheinen hilfreich. 😉 Die Website der Organisatoren findet ihr hier. Sie erklären dort auch ausführlich, was ein Science Slam ist und wer dort teilnimmt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich bei einem Science Slam um eine Art der Wissenschaftskommunikation handelt, die mit witzigen Kurzvorträgen wissenschaftliche Themen allgemein verständlich präsentiert. Das Publikum bewertet diese Vorträge und der interessanteste gewinnt.

Da es einfacher ist, sich selbst ein „Bild“ zu machen, habe ich ein paar Beispiel Youtube-Vorträge von ScienceSlam ausgewählt. Ich beginne mit dem Siegerbeitrag der Deutschen Science Slam Meisterschaften. Ein Paläontologe (jemand, der ziemlich tief in der Erde nach irgendwelchen Knochen von ausgestorbenen Tieren buddelt) hat gewonnen: Kai Jäger mit „Ein Fossil zum Knutschen“

Ein weiteres Beispiel ist die „Neurowissenschaft des Mitgefühls“ von Franca Parianen Lesemann, die ebenfalls an den Meisterschaften teilgenommen hat.

Wie ihr seht, gibt es hier wissenschaftlich eine große Bandbreite von interessant aufbereiteten Themen. Also entweder nach Düsseldorf kommen oder auch weiter auf Youtube stöbern. 🙂

Oder alternativ auf der Seite sciencesclam.org nach den nächsten Terminen an anderen Orten Ausschau halten. Vielleicht ist auch was in eurer Gegend dabei. 🙂

Nachtrag:

Hier findet ihr eine Kurzzusammenfassung des Düsseldorfer Science Slam 😉

Es gab insgesamt 4 interessante Vorträge. Zunächst einmal den Enführungsvortrag, der auführlich erklärte was ein Science Slam ist. Ich habe da noch so etwas wie Natrium, einen Steinbock, der Stadt Wissen und Holzkohle in Erinnerung… 😀

Weitere Assoziationen sind K-Space und Oeconomicum, C4-Pflanzen und Fahrplan sowie Kölner Schimpansen 😉 und bewaffnete Tiere. Alles in allem ein interessanter Abend. Die einzelnen Vorträge sollen noch online gestellt werden. Ich verlinke dann auf sie. Weiterhin – und das kündige ich dann wieder hier an – gibt es im Sommer einen großen Science Slam mit allen Fakultäten im Juni. Die Vorentscheidungen innerhalb der Fakultäten werden so etwa im Mai stattfinden.