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Herbstspaziergang im Landschaftspark Fuhrkamp

Bei meinem aktuellen Besuch zeigte sich der Landschaftspark deutlich verändert. Nach dem es in den letzten Wochen nach langer Hitze und Trockenheit endlich feuchter war, hatte der Bach endlich ein grünes Ufer. Die kleinen Bäume entlang des Baches hatten tatsächlich einige Blätter. Außerdem wuchsen hier und da Binsen im „Überflutungsgebiet“ des Bachlaufes.

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Landschaftspark Fuhrkamp – Blick auf den Bachlauf Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp – Blick auf die Eiche Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp – Blick über das Blumenfeld Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp – Sonnenblume Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp – Phacelia mit Spinne (Wer findet sie?) Foto: Ricarda Schügner

Am direkt angrenzenden Gelände blühte und duftet im Juni noch die Kamille. Jetzt war die Fläche voller gelber Sonnenblumen und blauer Phacelia. Ein Blumenfeld im Landschaftspark – auch wenn es toll aussieht – hat mich schon etwas gewundert. DerTipp meiner Mutter, dass es sich bei den blauen Blumen um die Gründüngung [Link] Phacelia handelt, hat mir die Antwort gegeben.

Die Nutzung von Lupinen als Gründünger kenne ich. Bei den Lupinen, die zu den Schmetterlingsblütlern (Leguminosen) gehören, nutzt man ihre Fähigkeit Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und im Boden anzureichern. In meinem Beitrag zur Nutzpflanzen-Ausstellung im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität habe ich die Nutzung der Lupinen etwas ausführlicher beschrieben.

Sonnenblumen kenne ich zwar auch als Nutzpflanze, da sie essbare Kerne (zum Knabbern und zum Backen) und ein wertvolles Öl liefert, aber die Nutzung als Gründüngung ist mir neu. Da die Wurzeln der Sonnenblume tief ins Erdreich wachsen, verwendet man sie zur Lockerung des Bodens. Auch die Phacelia (auch: Phazelie) durchwurzelt den Boden gut. Sie ist nicht winterhart und übergibt die Nährstoffe nach Verrottung wieder an die nachfolgenden Pflanzen. Neben der Bodenverbesserung ist ein weiterer Vorteil der Nutzung von Gründüngung die Bedeckung des Bodens, so dass keine unerwünschten Pflanzen wachsen.

Da es in den letzten Wochen immer wieder Berichte zu den vertrockneten Bäumen des „Baby-Waldes“, neu gepflanzter Bäume für die Langenfelder Babys des Jahres 2014, gab, habe ich mir die Pflanzung angesehen. Abgesehen von einer recht dichten Pflanzung, die aber bei Aufforstung durchaus geplant ist, sahen die Mini-Bäume recht gut aus. Die größeren Bäume entlang des Weges hat die Sommer-Trockenheit mehr „erwischt“. Sie hatten teilweise Blätter verloren, aber ich habe auch schon ein paar neue Blätter gesehen. Hierbei ist zu bedenken, dass der Laubabwurf die Bäume bei Trockenheit auch vor dem Vertrocknen schützt. Der Laubfall im Herbst ist nicht vornehmlich ein Kälteschutz der Laubbäume, sondern soll die Bäume vor dem Vertrocknen schützen. Nadelbäume schützen sich durch eine andere Blattform und einen Verdunstungsschutz auf den Blättern (bzw. Nadeln). In dem Youtube-Video von TheSimpleBiology wird die Herbstfärbung der Blätter sowie der Laubfall ausführlich beschrieben.


Meine weiteren Beiträge zum Lanschaftspark Fuhrkamp:

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Wie hat sich der Landschaftspark Fuhrkamp verändert?

Heute war ein schöner Tag für die „zweite Runde“ Landschaftspark Fuhrkamp. 😉 Gegenüber meinem ersten Spaziergang Ende März hat sich doch einiges geändert und damit meine ich nicht nur die Vegetation.

Es gab viel grün und weiß und der Bach war aufgrund des Wetters ausgetrocknet. Außerdem konnte ich das Bachbett nur durch einen Zaun fotografieren. Der Weg, den es noch im März gab, war abgesperrt. Aber seht selbst:

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Blick auf den Zaun der den Weg zum Bach versperrt – und Kamille überall 😉 Foto: Ricarda Schügner

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Blick durch den Zaun auf das Bachbett – und Kamille im Hintergrund Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftpark Fuhrkamp: Blick in Richtung Bach mit Kamille 😉 Foto: Ricarda Schügner

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Der offizielle Weg durch den Park – und wieder Kamille Foto: Ricarda Schügner

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Hier das Beweisfoto: Kamille in Großaufnahme 🙂 Foto: Ricarda Schügner

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Es gibt nicht nur Kamille: Wiesenflockenblume und Schafgarbe Foto: Ricarda Schügner

  

Das viele Weiß auf den Fotos ist die Kamille (Matricaria chamomilla), deren Duft ich auch an diesem warmen Tag überall in der Nase hatte. Ein paar Farbtupfer habe ich, wie auf dem letzten Foto zu sehen, dann doch noch gefunden. Bei der violetten „Kornblume“ (die Blüten sehen fast so aus und beide Pflanzen sind auch verwandt) handelt es sich um die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea). Daneben seht ihr – zwar auch in weiß, aber keine Kamille 😉 – die Schafgarbe (Achillea millefolium). Und eine Hummel habe ich auch erwischt. Ihr dient die Wiesenflockenblume als Nahrung.

So unterschiedlich Kamille, Wiesenflockenblume und Schafgarbe auch aussehen: Sie gehören alle zur Familie der Korbblütler. Das, was wir als Blüte wahrnehmen, ist eigentlich ein ganzer Blütenstand, der sich aus vielen Einzelblüten zusammensetzt.

Insgesamt ist alles grüner geworden, aber das Bachbett sieht – vermutlich aufgrund der Trockenheit – immer noch mehr nach Sand aus als nach „grün“. An den kleinen Bäumen sieht man hingegen einige Blätter. Ich bin gespannt, wie sich der Park weiterentwickelt – und wo man als nächstes nicht mehr hinkommt. Ich werde bestimmt wieder vorbeischauen und euch Fotos mitbringen.

Ein Spaziergang zum Landschaftspark Fuhrkamp mit renaturiertem Bach

Das unser Landschaftspark Fuhrkamp „Zuwachs“ bekommt, hatte ich schon mitbekommen. Es wurde schon seit dem letzten Herbst fleissig in der Erde gewühlt. 😉 – Was heißt, es gab zahlreiche Erdarbeiten. Allerdings habe ich erst vor etwa 2 Wochen mitbekommen, dass auch der Bach ausgiebig bearbeitet/umgearbeitet wurde (ist eine „andere Ecke“). Das habe ich mir heute etwas genauer angesehen. Eine Auswahl meiner Fotos seht ihr unten.

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

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Landschaftspark Fuhrkamp, Bach Foto: Ricarda Schügner

Ich habe natürlich schon vorher etwas zur Renaturierung von Bächen gehört und ein anderer Bach im Landschaftspark fließt schon in leichtem Schwung 😉 durch das Gelände. Man gibt dem Bach mehr Raum und reduziert so die Fließgeschwindigkeit des Wasser, was positive Effekte auf das Ökosystem und die angesiedelten Pflanzen und Tiere hat. Allerdings hatte ich noch kein „frisch angelegten Bachlauf“ gesehen und mir hat sich die Frage gestellt, warum dort Baumstämme im Wasser liegen und auch Bäume direkt am Ufer angepflanzt wurden. Also: Suchmaschine anwerfen, Antworten suchen und noch viel mehr interessante Dinge finden. 😀

Ich beginne mal mit meinen Startfragen: Die Baumstämme (Totholz) liegen im Wasser um als Strömunghindernisse unterschiedliche Strömungsverhalten zu erzielen. Die Bäume (z. B. Erlen oder Weiden) dienen als Uferbefestigung.

Eine gute Übersicht zur Renaturierung von Fließgewässern sowie weiterführende Links bietet u. a. naturtipps.com, die Website eines österreichischen Ingenieurbüros. Auf der Website des hessischen Umweltministeriums findet man auch Informationen zur Renaturierung von Gewässern sowie Fördermöglichkeiten. Spannend finde ich an dieser Seite, dass verschiedene Unterrichtsmaterialien zum Thema Ökologie und Schutz von Fließgewässern angeboten werden.

Auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz habe ich eine Download-Broschüre zum Thema „Gewässer und Auen – Nutzen für die Gesellschaft“ gefunden. Hier findet sich neben den ökologischen Aspekten noch weitere Aspekte für eine Renaturierung von Gewässern, wie der Hochwasserschutz, der – so wird postuliert – mit den Veränderungen des Klimas und des Wetters immer wichtiger wird. Wir haben hier in der Nachbarschaft das Beispiel einer Deichrückverlegung, den Monheimer Rheinbogen. Die entstandene Auenlandschaft soll als Überflutungsgebiet die besiedelten Gebiete schützen. Dies ist sogar eines der Beispiele in der Broschüre. Die genauen Infos gibt es auch auf der Website von Monheim.

Weiterhin haben renaturierte Gewässer positive Effekte auf die Wasserqualität. Und gerade heute am Weltwassertag wird daran erinnert, dass sauberes Wasser in ausreichender Menge für unsere Zukunft sehr wichtig sind.

Ich werde unsere Mini-Auenlandschaft auf jeden Fall im Auge behalten und hier dann auch ein paar „grüne“ Fotos posten.

Abschließend noch ein kurzer Spaziergang 😉