Archiv der Kategorie: TIPPS + TERMINE

Lampenfieber und Prüfungsangst: Fight or Flight?

Auf dem Barcamp in Köln gab es eine Session mit Lars Hahn zum Thema #LampenfieberTipps mit analogen Tweets (Zettel) und dem Aufruf sich an der gleichnamigen Blogparade der LVQ zu beteiligen.

Zu Lampenfieber findet man bei Wikipedia, dass es sich um Anspannung, Nervosität und Stress vor einem öffentlichen Auftritt handelt. Und das Publikum ist Schuld. 😉 Besser gesagt, die von uns erwartete Beurteilung der Leistung durch das Publikum bzw. im Fall der Prüfungsangst durch die Prüfer sind die Ursache für unseren Stress.

Die Reaktion auf Stress ist so alt wie die Menschheit, wie in dem Youtube-Video von CRM Learning, L.P. zu sehen ist. 🙂

Sobald eine Gefahr erkannt oder eine Situation als gefährlich eingeschätzt wird, erfolgt die Stressreaktion. Der Körper wird durch die Ausschüttung verschiedenster Hormone in Alarmbereitschaft versetzt. Muskulatur, Kreislauf und Atmung warten auf eine „Handlung“, aber auch die Aufmerksamkeit und Entscheidungsbereitschaft sind erhöht.

Mir hat die englische Umschreibung „fight or flight response“ gut gefallen. Die Frage bei Lampenfieber und Prüfungsangst ist also Boxhandschuhe oder Laufschuhe.

Laufen_Boxen

Lampenfieber und Prüfungsangst: Fight or Flight? 😉

In der Regel benimmt man sich bei Vorträgen (gilt auch für Zwischenfragen 😉 ) oder Prüfungen zivilisiert, so dass „fight“ schon einmal wegfällt. Weglaufen sollte man zwar auch nicht, aber in Maßen kann man dem Bewegungsdrang nachgeben.

Hier also meine #LampenfieberTipps:

  • Da bei Stress auch die Aufmerksamkeit und Entscheidungsbereitschaft erhöht sind, ist leichtes Lampenfieber sogar nützlich und lässt einen schneller reagieren.
  • Gute Vorbereitung reduziert die Nervosität – zumindest bei mir – deutlich.
    Ich weiß, dass ich gut vorbereitet bin und meine Präsentation „auch im Schlaf“ beherrsche.
    Eine weitere Möglichkeit der Vorbereitung: möglichst oft Präsentationen halten, so dass die Situation „präsentieren“ bekannter wird.
  • Falls es möglich ist, sollte man sich vorher mit den Räumlichkeiten und Technik vertraut machen. Wenn keine vorab Besichtigung möglich ist, auf jeden Fall frühzeitig am Raum eintreffen. Man erspart sich unnötige Hektik.
  • Jetzt kommen wir zu dem Punkt mit dem Weglaufen. 😉
    Bei mir hilft Bewegung immer gut gegen Stress/Nervosität. Auf jeden Fall GEHEN: um den Block, zur Toilette, vielleicht auch durch den Vortragsraum, sofern genug Platz ist, während der Präsentation.
  • Richtig Luft holen: Bei Stress atmet man häufig an nur „oben“ und zu hyperventiliert. Ich versuche immer (hier lässt mein Tai Chi-Training grüßen) konzentriert in den Bauch einzuatmen und ruhig wieder auszuatmen. Um die Atmung in Stresssituationen abrufen zu können, sollte man sie vorher regelmäßig geübt haben.
  • Wer Grafiken/Abbildungen in seiner Präsentation erklärt oder auch etwas anschreibt, kann sich kurz umdrehen und zwischendurch einmal Luft holen.
  • Mein letzter Tipp: ruhig einmal einen Vortrag als Video aufnehmen lassen. Meine Erfahrung war, dass ich gar nicht so nervös aussah, wie ich mich fühlte. Außerdem bin ich mit mir selbst kritischer, als bei jemand anderem.

Mein Fazit:

Da wir uns nicht in der Steinzeit befinden und unser Publikum in der Regel nicht aus Säbelzahntigern besteht, 😉 sind wir selbst die eigentliche Hürde. Je ungefährlicher wir eine Situation einschätzen, desto geringer das Lampenfieber.

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Die Nutzpflanzen-Ausstellung im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität

Das gute Wetter habe ich heute für einen Ausflug an „meine“ Uni genutzt. Heute gab es eine Führung von Professor Peter Westhoff durch die Ausstellung „Nutzpflanzen – Gestern|Heute|Morgen“, die seit 26. Juni 2015 bis Ende 2016 geöffnet ist. Sonntags um 15 Uhr finden Führungen zu verschiedenen Themen statt.

Ausstellung_Termine

Führungen zur Ausstellung Nutzpflanzen – Gestern|Heute|Morgen; Foto: Ricarda Schügner

Da wir im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind (und nicht in irgendeinem Museum), handelt es sich bei der Ausstellung nicht um Fotos oder Modelle, sondern um lebende Pflanzen in Beeten. Man kann die Pflanzen sehen, tatsächlich auch mal anfassen und vor allem ihren Duft riechen. Meine Empfehlung: die Kräuterecke mit ihren Aromen.

Professor Westhoff, Direktor des Botanischen Gartens, erläuterte in der Einführung, dass er den Begriff „Kulturpflanzen“ dem Begriff „Nutzpflanzen“ vorzieht. In der Ausstellung werden Pflanzen gezeigt, die von Menschen ausgewählt und gezüchtet wurden (= Kulturpflanzen), während der Begriff „Nutzpflanzen“ nur eine Nutzung durch den Menschen bedeutet. Eine Nutzpflanze könnte somit auch eine gesammelte Wildpflanze sein.

Der ersten „Hingucker“ bei der Führung war ein Beet mit sehr dekorativen, riesigen Blütenständen. Von der Art der Blüten hätte ich auf irgendwas mit „Allium“ (z.B. Zierlauch) getippt, aber dass es sich bei den Pflanzen um unser Gemüse Porree (bzw. Lauch 🙂 ) handelt, ist mir erst beim zweiten Blick aufgefallen. Seht selbst:

Porree

Porree (Lauch) in voller Blüte; Foto: Ricarda Schügner

Die Ausstellung ist nach Nutzung sowie Inhaltsstoffen sortiert. Neben Beeten mit ölhaltigen, eiweißhaltigen und kohlenhydrathaltigen Pflanzen findet man Beete für „Geist und Seele“ (u. a. mit Tabak), Kräuter, Kohl und „Färbe Pflanzen“. Eine komplette Reise durch die Nahrungs- und Genussmittel. Da in meiner Familie immer „gegärtnert“ wurde, kannte ich eine Reihe der Pflanzen. Was mir jedoch nicht bewusst war, war die Tatsache, dass die wichtigsten Nahrungspflanzen erst nach Europa eingeführt wurden. Die Geschichte/Einführung der Kartoffel aus Südamerika war mir noch bekannt (ist ja nicht sooo lange her), aber dass auch unsere Getreide Weizen und Roggen (aus dem Vorderen Orient) nicht heimisch sind, war mir neu.

Zu den eiweißreichen Nahrungspflanzen gehören die Leguminosen, wie unsere Bohnen und Erbsen. Die Besonderheit dieser Schmetterlingsblütler ist ihr Zusammenleben mit Bakterien. Die Leguminosen leben in Symbiose (was bedeutet, dass das Zusammenleben für beide Arten vorteilhaft ist) mit Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft in für die Pflanzen nützlichen Dünger umwandeln können. Die Bakterien erhalten dafür von den Pflanzen produzierte Nahrung. Da die Stickstoffverbindungen ein wertvoller Dünger für die Felder sind, werden Lupinen (auch Leguminosen) als Gründünger eingesetzt. Die Leguminosen bieten auch eine Pflanze, die sowohl wertvolle Eiweiße wie auch Fette liefert: die Sojabohne.

Weiterhin gibt es eine große Auswahl an verschiedenem Kohl: Blumenkohl, Rotkohl… Also ist für jeden was dabei. 😉

Kohl

Verschiedene Kohlsorten; Foto: Ricarda Schügner

In weiteren Beeten wurden Pflanzen gezeigt, die zum Färben von Kleidung verwendet werden oder dem Genuss dienen. Mein Favorit ist allerdings das Kräuterbeet. Hier gibt es nicht nur duftende Kräuter, sondern auch scharfe 🙂 – wie Chili in Variationen.

Im Bereich zur Zukunft der Nutzpflanzen wird die Frage gestellt: Wovon leben wir morgen?

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Die Frage zur Zukunft: Wovon leben wir morgen? Foto: Ricarda Schügner

In diesem Teil der Ausstellung sind neben Nahrungspflanzen auch Pflanzen zu finden, die einen besonders hohen Biomasseertrag haben und zur Gewinnung von Bioenergie eingesetzt werden.

Einerseits wird auf diese Weise Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, aber andererseits gehen Flächen zum Anbau von Nahrungspflanzen verloren. Im Hinblick auf eine wachsende Weltbevölkerung und die Notwendigkeit von Nahrungsimporten sowie Tierfutterimporten ist eine Abwägung erforderlich, ob Nahrungspflanzen oder Biomassepflanzen angebaut werden sollen. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes zur Flächenbelegung von Ernährungsgütern 2010 zeigt, dass die Zahl der Flächen, die für den Nahrungs- und Tierfutteranbau genutzt werden seit 2000 zurückgegangen sind (S. 7). Im gleichen Zeitraum sind die Importe für Tierfutter deutlich gestiegen (S. 11).

Eine weitere „Zukunftspflanze“ ist die Lupine, die schon seit langem als Gründüngung auf Feldern eingesetzt wird. Bisher wurde sie trotz wertvoller Inhaltsstoffe nicht als Nahrungspflanze genutzt, da sie Bitterstoffe enthält und einen sehr intensiven Geschmack aufweist. Für eine Aufbereitungsart, die den unangenehmen Eigengeschmack entfernt und die anderen Inhaltsstoffe schont, gab es den Zukunftspreis 2014. Hierzu habe ich ein Youtube-Video von Fraunhofer für euch:

Mein Tipp:

Die Ausstellung „Nutzpflanzen – Gestern|Heute|Morgen“ lohnt sich auf jeden Fall. Wer nicht an den sonntäglichen Führungen teilnehmen kann, findet viele Tafeln mit Informationen sowie Erklärungen an den einzelnen Beeten. Und hier noch einmal der Link zu den Terminen für die Führungen.

Tafeln

Die Informations-Tafeln der Nutzpflanzen-Austellung; Foto: Ricarda Schügner

Hier findet ihr weitere Beiträge rund um unsere Ernährung:

Mein Besuch der MS Wissenschaft zum Wissenschaftjahr 2015 „Zukunftsstadt“

Geschafft! 😀 Ich habe mir auf der MS Wissenschaft die Ausstellung zum Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“ direkt am ersten Ausstellungstag in Düsseldorf angesehen. Was bei dem aktuellen – leicht feuchten 😉 – Wetter eine gute Wahl war.

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Die MS Wissenschaft in Düsseldorf mit dem Thema „Zukunftsstadt“ Foto: Ricarda Schügner

Mit dem Thema Zukunftsstadt habe ich mich hier (siehe unten) schon eingehend beschäftigt und auf der Ausstellung thematisch auch vieles wiedergefunden. Meiner Meinung nach ist die Ausstellung auf der MS Wissenschaft insbesondere dadurch interessant, weil sie unterschiedliche Möglichkeiten zum ausprobieren, begreifen und erfahren bietet. Die Exponate sind eine gute Mischung aus digital und „nicht digital“ sowie Dinge zum Anfassen, selbst testen, spielen.

Mir hat die Auslieferung der Waren gut gefallen – auch wenn ich nicht selbst gefahren bin, sondern „auf der Rückbank“ saß. Wenn ich mich recht erinnere: Waren im Wert von 150 Euro ausgeliefert, bei 20.000 Euro Sachschaden, mehreren Tickets wegen zu schnellem Fahren und überfahrener Ampeln. 😀 Die Fahrt war zum Zuschauen wirklich lustig, aber eigentlich sollte man schon klimaschonend fahren… Das Foto-Angebot habe ich dann „angenommen“ und auch vor meinem Lieblingshintergrund ausgedruckt.

Die ökologische Gestaltung der Stadt am Bildschirm hat mich an meinen Besuch der Frankfurter Buchmesse 2010 erinnert. Dort habe ich so einen „Tischbildschirm“ im Bereich der Schulbücher, elektronischen Tafeln und Lehrmittel im Vorbeigehen gesehen. Das war jetzt eine interessante Anwendung. Es wäre super, wenn so etwas hin und wieder auch in der Schule genutzt würde.

Die Ausstellung vermittelt interessante Inhalte auf eine spannende Art und Weise: Lernen mit Spaß. Einen kleinen Rundgang findet ihr im Video des Wissenschaftsjahrs – für einen ersten Eindruck, denn selbst anschauen ist besser. 😉

Wer sich für die Ausstellung interessiert, findet den Tourplan hier. Die MS Wissenschaft ist noch bis September unterwegs.

Ich empfehle allerdings die Ausstellung mit ein paar Freunden oder Familienmitgliedern zu besuchen, da man als Team einige Aufgaben/Spiele besser lösen kann.

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Tourplan der MS Wissenschaft „Zukunftsstadt“ Foto: Ricarda Schügner

Hier findet ihr meine Beiträge zum Thema „Zukunftsstadt“:

Welttag des Buches: Eine fantastische Reise in fremde Welten

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization bzw. Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) hat vor 20 Jahren erstmals den Welttag des Buches und des Urheberrechts ausgerufen.

In Deutschland erfolgen in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen eine Reihe von Aktionen. Die Kampagnen-Website findet ihr hier.

Auch wenn ich zu diesem Anlass keine Bücher verschenke, gibt es von mir Lesetipps für viele Reisen in fantastische fremde Welten. Nein – nichts mit Star Treck.

Der Lese-Tipp für Neugier und Wissenschaft

In meinem Tipp für eine Reise in „kleine“ Welten handelt es sich um ein Buch, dass ich schon vor langer Zeit geschenkt bekommen habe. Auch da war schon bekannt, dass ich mich für Natur und Wissenschaft interessiere. 😉 Es handelt sich um das Buch „Der Pilz, der John F. Kennedy zum Präsidenten machte und andere Geschichten aus der Welt der Mikroorganismen“ von Bernard Dixon. Der Autor stellt in – auch für Nicht-Mikroben-Forscher – verständlicher Sprache den Einfluss von Viren, Bakterien und Pilzen auf die menschliche Geschichte vor. Es geht um Epidemien, Befall von Nahrung(spflanzen), verlorene Kriege, Medikamente, Produktion von chemischen Stoffen, Schweißfüße usw.

Es ist eine spannende Reise in eine Welt, die uns zum Teil dauerhaft begleitet.

Der Lese-Tipp zur Entspannung und Pause vom Alltag

Jetzt noch mein Lese-Tipp zur Entspannung. Mit ihm kann man mit kurzen Geschichten in ferne Welten reisen. Ihr kennt sie bestimmt – Märchen. Mit den Geschichten aus „1000 und einer Nacht“ in den Orient, chinesischen Märchen nach China und weiter nach Island, Irland – einfach in jedes Land der Welt. Ich finde Märchen sind wie ein kleiner Urlaub vom Alltag und werden am besten mit einer Tasse Tee genossen. 🙂

Buchtipp

Meine Büchertipps zum Welttag des Buches – viel Spaß beim Lesen 🙂

Tour-Termine der MS Wissenschaft zum Thema Zukunftsstadt

Die Termine für die Tour der MS Wissenschaft stehen jetzt auch für das 2. Halbjahr fest. 🙂 Ihr findet sie hier. Es ist schon praktisch am Kölsch-Alt-Äquator zu wohnen, was bedeutet, dass ich mir einen Besuchstermin zwischen dem 23.06.15 in Düsseldorf (bis 26.06.15) und dem 30.06.15 in Köln (vom 27.06.15) aussuchen kann. 😀

Den detaillierten Ausstellungsplan gibt es zwar erst ab 10.04.15, aber es ist bereits jetzt ein pdf mit der Exponatübersicht verlinkt.

Auf dem Schiff gibt es spannende Themen rund um die Zukunftsstadt:

Angefangen mit dem Thema Stadtentwicklung in der Vergangenheit – auch da gab es verschiedene „Modelle“. Es gab kleine Siedlungen, die immer größer wurden und Städte, die am Reißbrett geplant wurden. Wie ich bei meiner Recherche gesehen habe, nennt man das „Planstadt“ – und ist nicht wirklich neu. Einige Beispiele findet ihr hier bei Wikipedia.

Ein weiteres Thema sind Megastädte bzw. Megacities. Diese Städte haben mehr als 10 Millionen Einwohner. So mal zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit 17,6 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von etwa 34.000 Quadratkilometern. Shanghai gehört zu den größten Städten der Welt mit gut 23 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von etwa 6.300 Quadratkilometern. Wie ihr auf dem Foto unten mit der Skyline seht, die Methode der Wahl bei vielen Einwohnern und relativ wenig Fläche sind Hochhäuser.

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Skyline von Shanghai, Foto: Ricarda Schügner

Durch Straßenlaternen und Leuchtreklamen wird es in den Städten nicht mehr richtig dunkel. Hier auf BR.de Wissen findet ihr einen Beitrag zur Lichtverschmutzung und Fotos wie „hell“ die Nacht mittlerweile ist. Das stört z.B. auch unsere Wildtiere, die es sich mittlerweile auch in Städten gemütlich machen. Ein paar Beispiele findet ihr unten im hrfernsehen-Beitrag auf Youtube.

Weitere Themen sind „grüne Städte“, Urban Gardening, die Auswirkung des demografischen Wandels auf Stadt und Land, Energie, Nahrung und vieles mehr.

Mein Tipp: Einfach hingehen, anschauen und inspirieren lassen.

Die MS Wissenschaft startet am 15. April 2015 in Dresden und „läuft dann noch in viele weitere Häfen ein.“ Die Ausstellung ist von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Zum Abschluss als kleine Inspiration ein Video: Welche Themen behandelt das Wissenschaftsjahr?

Außerdem empfehle ich noch zwei weitere Blogbeiträge von mir. Meinen ersten Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2015 sowie den Beitrag zum Pflanzenanbau ohne Erde.

Wissenschaftsjahr 2015: Zukunftsstadt

Letztes Jahr hatte ich einen Tipp zu den Terminen der MS Wissenschaft, die zum Wissenschaftsjahr 2014 „Die digitale Gesellschaft“ sozusagen digital unterwegs war. 😉

Neues Jahr – neues Thema: Im Wissenschaftsjahr 2015 geht es um die „Zukunftsstadt“.

Es wohnen immer mehr Menschen in (großen) Städten und es wird mit einer weiteren Zunahme der Stadtbevölkerung gerechnet. Durch diese immer größer werdende Menschenmenge müssen sich die Städte verändern, weil immer mehr Menschen Wohnraum, Energie, Wasser, Nahrung und Transportmittel brauchen.

Wenn man sich tagtäglich durch unsere Staus oder vollen Busse bewegt, sieht man schon jetzt einen Veränderungsbedarf – doch wie soll das für die Zukunft aussehen? Die Abgase der Autos verschmutzen zudem die Luft. In den letzten Jahren haben wir jedoch auch schon neue Ansätze für den „Verkehr der Zukunft“ kennengelernt: Carsharing, Bikesharing, Elektroautos. Bei der Stiftung Mercator habe ich das folgende mögliche Zukunftsmodell gefunden.

Es gibt jedoch nicht nur Indivdualverkehr, sondern auch Lieferverkehr und vor allem Nahrungsmittel müssen jeden Tag einer großen Menschenmenge – oft über große Strecken transportiert – zur Verfügung gestellt werden. Hier hat sich in den letzten Jahren der Trend Urban Gardening bzw. Urbaner Gartenbau, bei dem brachliegende Flächen oder auch Flachdächer genutzt werden. Hier gibt es ein paar praktische Beispiele. Einen professionelleren Ansatz findet man unter dem Begriff „vertical farm“. Es handelt sich um – sagen wir – Gewächs-Hochhäuser in den Städten, was die Transportwege deutlich reduzieren würde. Hierbei können die Pflanzen aufgrund des Gewichtes nicht in Erde gezogen werden. Auch wenn man bisher noch keinen wirklichen Hochhäuser gebaut hat, so gibt es schon Ansätze Flachdächer für professionellen Gemüseanbau zu nutzen oder auch höhere Gewächshäuser zu bauen.

Pflanzen“ in Städten haben auch einen weiteren Nutzen: Als Parks oder Alleen sorgen sie für ein angenehmes Wohnumfeld. Da „Fläche“ endlich ist, wird die Zahl und die Höhe der Hochhäuser zunehmen.

Hier habe ich als Beispiel die begrünte alte Hochbahntrasse in New York.

Beim Bauen stellt sich die Frage, wie baut man ressourcenschonend und energieeffizient. Eine Möglichkeit ist stromerzeugender Beton. Hier ein Link zu einem Beitrag der Uni Kassel. Weitere Möglichkeiten sind die genaue – elektronische – Steuerung des Verbrauchs an Energie und Wasser. Unter dem Begriff „Smart Home“ finden sich in letzter Zeit immer zahlreichere Möglichkeiten.

Diese Lösungen sind für die eigene Wohnung gedacht, aber auch für den gesamten Bedarf an Energie und Wasser gibt es neue Ansätze. Für die Gesamtsteuerung des Energiebedarfs einer riesigen Stadt benötigt man „Intelligente Stromnetze“ (smart grids). Damit nach Möglichkeit nicht so etwas passiert wie der Stromausfall 2006, der einen Teil von Europa lahmlegte.

Ich habe für euch auf Youtube 2 Videos gefunden. Meines Erachtens ergänzen sich beide. Das eine ist auf englisch von EPCengeryeducation und hier zu finden.

Das deutschsprachige stammt von der Stiftung Neue Verantwortung und wurde von Anke Weidlich hochgeladen.

In den Videos oben wird ebenfalls die „neue“ Möglichkeit der Stromerzeugung angesprochen: Erneuerbare Energien. Die Nutzung von Wasser, Wind und Sonne. Jeder könnte seine eigene Solarzelle 😉 auf dem Dach haben. Sogar mein Heimatstädtchen hat ein Solardachkataster.

Zum anderen brauchen und verbrauchen viele Menschen auch viel Wasser. Da Wasser in vielen Gegenden der Welt knapp ist, muss nach verbesserten Möglichkeiten der Wasseraufbereitung gesucht werden.

Zukunftsstadt – ein spannendes Thema. Was mich bei der Recherche (und den Arte-Sendungen, siehe unten) erstaunt hat, ist wie viel neue Ansätze es schon gibt.

Arte hat insgesamt 3 Sendungen zu dem Thema „Städte der Zukunft“ gebracht:

Folge 1: (bzw. hier)

Zukunftsstädte, die von Planern erdacht und „von Null“ auf gebaut werden. Ein Vorteil ist, dass alles auf dem aktuellen Stand der Technik ist, aber der Nachteil ist: ist das noch eine Stadt in der man leben möchte? Diese Städte haben ein ausgeklügeltes Computersystem mit einer Leitzentrale. Dort laufen alle Informationen zusammen. Die Verkehrsüberwachung kann z. B. direkt auf Falschparker zoomen und dann Knöllchen verschicken. Kinder können per Video auf dem Spielplatz, von der Wohnung aus, beobachtet werden. Oder wie es eine Bewohnerin ausdrückte: Man kann nicht fremdgehen…

Folge 2: (bzw. hier)

Hier geht es um den Verkehr und Energie.

Folge 3: (bzw. hier)

Das Thema dieser Folge ist die Ernährung der Stadtbevölkerung.

Ich habe versucht in diesem Beitrag viele Denkansätze anzusprechen. Aber es ist ein sehr komplexes Thema.

Was mir sonst noch so eingefallen ist: wie passe ich die Städte an eine alternde Bevölkerung an, wie ändert sich die Arbeitswelt mit der Digtalisierung – eigentlich kann man ja von (fast) überall arbeiten, was passiert bei Katastrophen – ich denke da gerade an meinen Iversity-Kurs.

Die Termine für die MS Wissenschaft, die auch dieses Jahr wieder unterwegs ist, gibt es erst Ende Februar. Natürlich gibt es von mir dann einen Tipp. 🙂

Tipp: 5. Düsseldorfer Science Slam

Ich habe heute für euch eine Tipp: witzige allgemein verständliche wissenschaftliche Kurzvorträge an der Heinrich-Heine-Uni, den 5. Düsseldorfer Science Slam:

  • 20. Januar 2015, 17.00 Uhr, Hörsaal 5K, Gebäude 25.31, Heinrich-Heine-Universität
  • 21. Januar 2015, 19.30 Uhr, Haus der Universität am Schadowplatz

Der Eintritt ist frei – aber da es auch keine „Platzkarten“ gibt, wäre nach Auskunft der Organisatoren ein rechtzeitiges Erscheinen hilfreich. 😉 Die Website der Organisatoren findet ihr hier. Sie erklären dort auch ausführlich, was ein Science Slam ist und wer dort teilnimmt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich bei einem Science Slam um eine Art der Wissenschaftskommunikation handelt, die mit witzigen Kurzvorträgen wissenschaftliche Themen allgemein verständlich präsentiert. Das Publikum bewertet diese Vorträge und der interessanteste gewinnt.

Da es einfacher ist, sich selbst ein „Bild“ zu machen, habe ich ein paar Beispiel Youtube-Vorträge von ScienceSlam ausgewählt. Ich beginne mit dem Siegerbeitrag der Deutschen Science Slam Meisterschaften. Ein Paläontologe (jemand, der ziemlich tief in der Erde nach irgendwelchen Knochen von ausgestorbenen Tieren buddelt) hat gewonnen: Kai Jäger mit „Ein Fossil zum Knutschen“

Ein weiteres Beispiel ist die „Neurowissenschaft des Mitgefühls“ von Franca Parianen Lesemann, die ebenfalls an den Meisterschaften teilgenommen hat.

Wie ihr seht, gibt es hier wissenschaftlich eine große Bandbreite von interessant aufbereiteten Themen. Also entweder nach Düsseldorf kommen oder auch weiter auf Youtube stöbern. 🙂

Oder alternativ auf der Seite sciencesclam.org nach den nächsten Terminen an anderen Orten Ausschau halten. Vielleicht ist auch was in eurer Gegend dabei. 🙂

Nachtrag:

Hier findet ihr eine Kurzzusammenfassung des Düsseldorfer Science Slam 😉

Es gab insgesamt 4 interessante Vorträge. Zunächst einmal den Enführungsvortrag, der auführlich erklärte was ein Science Slam ist. Ich habe da noch so etwas wie Natrium, einen Steinbock, der Stadt Wissen und Holzkohle in Erinnerung… 😀

Weitere Assoziationen sind K-Space und Oeconomicum, C4-Pflanzen und Fahrplan sowie Kölner Schimpansen 😉 und bewaffnete Tiere. Alles in allem ein interessanter Abend. Die einzelnen Vorträge sollen noch online gestellt werden. Ich verlinke dann auf sie. Weiterhin – und das kündige ich dann wieder hier an – gibt es im Sommer einen großen Science Slam mit allen Fakultäten im Juni. Die Vorentscheidungen innerhalb der Fakultäten werden so etwa im Mai stattfinden.

Tipp: Der neue Iversity-Kurs „Disasters and Ecosystems“

Ich hätte beinahe den Start meines neuen Iversity-Kurses „Disasters and Ecosystems: Resilience in a Changing Climate“ verpasst. Aber mit einer Nachtschicht geht alles 😉 (ok – das war jetzt leicht übertrieben). Na ja, das gute an den MOOCs (Massive Open Online Course) ist, dass man sich die Zeit frei einteilen kann und eben auch einen Tag später „reinschauen“.

Aber jetzt zurück zum Kurs. Er passt recht gut zu meinem Blog-Beitrag von gestern. Wenn man auf die Macher des Kurses schaut, sieht man schon recht renommierte Institutionen. Verantwortlich für diesen MOOC zeichnen die Fachhochschule Köln und die UNEP (United Nations Environment Programme). Von der Fachhochschule Köln, die direkt „um die Ecke“ ist, habe ich schon gehört. Das UNEP – nun ja – sagt mir Vereinte Nationen irgendwas mit Umwelt 😉 Auf der Website sehe ich, dass sie schon 1972 als Stimme der Umwelt bei der UN gegründet wurde. Schon seit den 1970ern spielte also „Umwelt“ eine Rolle. Meine Entschuldigung ist, dass mich damals der Sandkasten mehr interessiert hat. 🙂

Schon diese beiden Organisationen versprechen einen fachlich guten Kurs, aber es gibt weitere Organisationen, die ihn unterstützen:

Das ist schon eine recht interessante Liste. Nach dem „WER“ schauen wir mal auf das „WAS“. Hier ein kurzer Auszug:

  • Klimawandel – und Anpassungen, die notwendig sind
  • Risikoreduktion von (Natur-)Katastrophen
  • Wie man die beiden obigen Punkte mittels ökosystembasierter Methoden erreichen kann

Die genauen Infos zum Kurs gibt es auf der Iversity-Website (siehe oben).

Dann endlich – das erste Kapitel 🙂 Man wird mittels Video (steht auch als Text-Download zur Verfügung) willkommen geheißen und in das MOOC eingeführt. Man kann sich auch in eine Weltkarte eintragen und sehen aus welcher Gegend die anderen Teilnehmer kommen.

Dann kommt eine Einführung ins Thema (mit weiterführenden Links/Informationen). Hier werden Begriffe/Begrifflichkeiten und deren Verwendung erklärt.

Ich finde den Ansatz ganz interessant, dass eine Gefahr/gefährliche Situation nicht zwingend zu einer Katastrophe zur Folge hat. Zudem wird darauf hingewiesen, dass auf die Verwendung des Begriffs „Naturkatastrophe“ verzichtet wird, da die Gründe hierfür oft auf menschlichen Handlungen basieren, wie z. B. die Besiedlung von Überflutungsgebieten an einem Fluss.

Den Abschluss dieses Kapitels bildet ein Interview mit Rajendra Pachauri vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, „Weltklimarat“).

Ich finde, dass wird ein spannender MOOC 😀 – WANN gibt es das nächste Kapitel? (gut, ich weiß es: nächste Woche 😉 )

Außerdem gibt es am Schluss – bei fleißiger Teilnahme – ein Zertifikat für’s Büro (war die Antwort in einem Quiz) 🙂

Da „die UN“ am MOOC beteiligt ist, habe ich für euch noch ein Video, dass anlässlich des UN-Klimagipfels 2014 publiziert wurde herausgesucht.

Ein weiteren interessanten Denkanstoß liefert David Puttnam mit seinem Vortrag „The Reality of Climate Change“ anlässlich TEDx Dublin.

Sterne und Planeten – unendliches Weltall

Danke an Alexandra, die mich mit einem geteilten Video auf die Idee zum Beitrag gebracht hat. Seit ich Raumschiff Enterprise (Star Trek) gesehen habe, fasziniert mich die „Fahrt durch’s All“ – das Intro „Der Weltraum, unendliche Weiten…“ (hier findet ihr den genauen Wortlaut).

Bei dem aktuellen Video „fährt“ man Planten und Sterne der Größe nach ab. Gestartet wird mit unserem Mond – dann der Merkur bis hin zu VY Canis Majoris, dem größten bekannten Stern. Nun ja, was soll ich sagen, der Größenvergleich mit unserem Heimatplaneten Erde sieht wie eine Verunreinigung auf der Mattscheibe aus. 😉 Ich habe auf Youtube zwei Versionen gefunden. Die etwas längere ist von The Science Channel (2009, siehe unten), die kürzere hat Mylus erst vor kurzem veröffentlicht. Die „Kurzversion“ passt insofern gut zur Adventszeit, das sie feststellt: No, you are not the center of the universe!“

Wer jetzt Interesse hat sich das Universum einmal etwas länger anzuschauen – und dazu noch wirklich gut aufbereitete Informationen zu Sternen und Planeten zubekommen, dem kann ich das Planetarium in Erkrath empfehlen. Ich war dort einmal mit meinem Neffen in einer Vorführung für Kinder. Man sitzt bequem im Liegesessel und schaut in die Kuppel, wo die Sterne und Planten „vorbeifliegen“. Die Vorführung wird live begleitet – also Fragen stellen erlaubt 🙂 Es gibt verschiedene Veranstaltungen, so dass man je nach Alter (ab 4 Jahren aufwärts) das Passende heraussuchen kann. Hier findet ihr den aktuellen Terminkalender. Die Karten können auch vorbestellt werden. Ich finde, für die aktuelle Wetterlage ist das Stellarium Erkrath eine gute Idee.

Wer sich lieber persönlich die Sterne anschauen will: in Erkrath gibt es auch ein Observatorium. Der Verein Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V. ist Träger beider Einrichtungen.

Tipp: Die Studie „Small World of Words“

Mein Tipp heute ist die Studie „Small World of Words“. Es handelt sich bei der Studie um ein internationales Projekt der katholischen Universität Leuven, dass bereits 2003 gestartet wurde. Das Ziel des Projektes ist es herauszufinden, wie Wörter im Gedächtnis abgelegt werden. Mittlerweile ist das Projekt auf die folgenden Sprachen „angewachsen“:
Englisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Rio-de-la-Plata Spanisch, Japanisch, Vietnamesisch, Chinesisch (Kantonesisch). Die KU Leuven arbeitet dazu mit verschiedenen Institutionen in dem jeweiligen Sprachraum zusammen. Für das Projekt in deutscher Sprache sind das das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, die Universität Tübingen und die Universität Basel.

Als Vorstellung für das mentale Lexikon dient eine Bibliothek: Die Bücher sind dort in der Regel nicht nur alphabetisch geordnet, sondern auch nach Fachbereichen sortiert und verschlagwortet. Der Aufbau dieser mentalen Bibliothek soll mit Hilfe eines Online-Assioziationsspiels untersucht werden.

Da ich – bekannterweise – sehr an derartigen Dingen interessiert bin (Assoziation: neugierig 😉 ), habe ich das Spiel direkt getestet :-D. Der Link ist hier. Und es werden weiterhin Teilnehmer gesucht. Also wer nach meiner Beschreibung auch mitmachen will: nur zu.

Auf der Startseite wird kurz erklärt, worum es geht. Man bekommt 18 Worte „serviert“, zu denen jeweils die ersten 3 Begriffe, die einem einfallen, ergänzt werden sollen.
Dann findet man noch die beteiligten Institutionen/Universitäten sowie in der Fußzeile die Links zu den anderen Sprachen.

Nachdem man die Teilnahme bestätigt hat, werden die Fragen nach denen später ausgewertet werden soll gestellt: Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Muttersprache (Deutschland, Österreich, Schweiz… – da sich der Sprachgebrauch je nach Gebiet durchaus unterscheidet).

Was mich interessieren würde, wie geht man mit persönlichen Assoziationen um? (Ich werde das hier mal möglichst neutral formulieren…) Wenn jemand z. B. bei Drache an Person XY denkt oder bei Löwe an Gebrüll und Person AB. Ob das dann Streichergebnisse sind? Auf jeden Fall werde ich weiter am Ball bleiben und nach den Ergebnissen Ausschau halten.

Da die Studie für andere Sprachen (Englisch, Niederländisch) schon länger läuft, gibt dort auch schon Ergebnisse, die man sich hier anschauen kann. Auf dieser Seite besteht die Möglichkeit sich über Visualisierungen anzeigen zu lassen mit welchen Begriffen ein anderer z. B. „dog“ verknüpft wurde. Weiterhin gibt es auch hier die Verlinkung zu den Wortassoziationsspielen aller untersuchter Sprachen.

Zum Abschluss noch meine persönliche Visualisierung für die Wortablage 😉