Archiv der Kategorie: DIES + DAS

Barcamp OKNRW – Klima und Open Data

Am Wochenende war ich in Wuppertal beim Barcamp Offene Kommunen NRW mit vielen interessanten Sessions. 😀

Bergische vhs - Medienzentrum Wuppertal

Bergische vhs – Medienzentrum Wuppertal, Foto: R. Schügner

Dieses Jahr war der Titel der Veranstaltung KlimaUnKonferenz mit der Frage, wie Open Government und Open Data den Städten und Gemeinden helfen können sich zu klimaneutralen Kommunen zu entwickeln. Ich war schon sehr gespannt auf die Vorschläge für die Sessions und habe mich auf das Mit-Diskutieren gefreut. Eine kurze Info wie so ein „Barcamp“ funktioniert gibt es in dem Youtube-Video von induux.

Hier ist das Sessionboard (unser „Stundenplan“ 😉 ) noch ziemlich leer. Er hat sich schnell mit vielen Sessions gefüllt. Wie immer gab es trotz des Schwerpunktes „Klima“ eine große Themenvielfalt. Ich werde einige „meiner“ Sessions vorstellen.

Sessionboard

Sessionboard des Barcamps OKNRW 2019, Foto: R. Schügner

Solarenergie – Photovoltaik

Ich habe mir zum Start das Thema Photovoltaik ausgesucht, da ich mich sehr dafür interessiere – für den „Hausgebrauch“ sozusagen. 😉 Da wir nur eine kleine Runde waren konnte ich alle mit Fragen löchern. 😀 Da ich nicht aus Wuppertal komme, war meine erste Frage allerdings: Was ist denn Utopiastadt? Anfangs war es ein Kulturprojekt, dass das Viertel beleben sollte. Jetzt hat sich das Projekt weiterentwickelt. So gibt es zum Beispiel Urban Gardening (Urbanen Gartenbau), Coworking und ein Reparatur-Café. Weiterhin sind Photovoltaik-Anlagen geplant. Hier findet ihr einen Bericht des Deutschlandfunks.

Da mich also mehr für die Stromerzeugung für ein Reihenhaus interessiere, waren das meine Hauptfragen und dafür gab es gute Tipps. Falls man Handwerker verschiedener Gewerke, z. B. zum Dachdecken und für die Solaranlage braucht, gibt es Handwerker-Zusammenschlüsse, die ein Gesamtkonzept entwickeln – auch mit der Möglichkeit Strom zu Hause zu speichern. Eine gaaanz kleine Version ist ein Balkonkraftwerk. Damit konnte ich dann sehr zufrieden zur nächsten Session gehen.

Citizien-Science-Projekte

Bei Citizen-Science-Projekten geht es darum, dass Bürger die Wissenschaft unterstützen. Beispiele und Möglichkeiten zur Teilnahme gibt es auf der Plattform „Bürger schaffen Wissen“. Am bekanntesten sind wahrscheinlich das Zählen der Vögel mit dem NABU oder das Sammeln von Mücken (bitte nicht zerquetscht 😉 ). In der Diskussion ging es darum, wie man mit Citizen-Science-Projekten den Klimawandel sichtbar machen kann. Da passt dass Beispiel mit den Mücken recht gut. Mittlerweile gibt es eingewanderte Arten, die sich aufgrund der wärmeren Temperaturen auch vermehren und Krankheiten, wie das West-Nil-Virus, übertragen können, die bisher nicht in Deutschland verbreitet sind. Unten seht ihr das Video vom Leibniz Zentrum für Agrarforschung zur Aktion.

Für mich passten die Session zum Thema „Offene Umweltdaten aus Düsseldorf“ und „Mobile Umweltdaten via LoRaWan“ gut dazu. Bei LoRaWAN handelt es sich um ein Netzwerk in das man zum Beispiel Temperatur- oder Feuchtigkeitsmessungen aus dem Wald übertragen kann. Auf dem Land hat dieses Netzwerk große Reichweiten. Es werden entsprechende Sensoren und Übertragungsmodule benötigt, aber nur wenig Energie. Eine Batterie reicht recht lange für die Sensoren und die Übertragung. Irgendwie hat es mir da schon in den Fingern gejuckt. Ich habe an Basteln, Messwerte und Forschung gedacht (und meine Pflanzen vermutlich an regelmäßiges Gießen 😉 ). Tolle Sessions. 🙂

Umweltdaten aus Düsseldor

Umweltdaten aus Düsseldorf, Foto: R. Schügner

Bei der Session zur Stadtbegrünung war die Botschaft, dass jede Grünfläche in den Städten wichtig ist. Pflanzen tragen zu einem angenehmeren Klima in den Städten bei, da sich Stein, Beton und Asphalt besonders aufheizen. Scheinbar hat Wuppertal hier einiges zu bieten, wie unten im Foto zu sehen ist. 🙂

Grüne Stadt Wuppertal

Die grüne Stadt Wuppertal, Foto: R. Schügner

Als jemand, der auch gerne mit Bus und Bahn unterwegs ist (zumindest meistens…) fand ich auch die Infos zum Bürgerticket für Wuppertal interessant.

Bürgerrechte und Smart City

Nachdem ich jetzt schon von einem Thema zum nächsten gesprungen bin, gibt es jetzt noch „Bürgerrechte in der Smarten Stadt“ zum Abschluss. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber es ging mehr in Richtung „Zukunftsvision“. Zumindest hatte ich nicht erwartet, dass es bereits eine „Deklaration der Städtekoalition für digitale Rechte“ gibt. Ein paar kurze Stichworte sind Internetzugang für alle, digitale Bildung sowie Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit. Die drei führenden Städte sind Amsterdam, Barcelona und New York City. Berlin und München beteiligen sich auch an der Initiative.

Mittlerweile sind viele Städte bei der Umsetzung oder auch ersten Tests von irgendwas mit „Smart City“. Und genau dafür braucht man irgendwas mit Internet. 😉 Wie oben bei den Bürgerrechten angemerkt, geht es hier um Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit. Ich sag‘ mal salopp, muss die Laterne – und damit auch irgendein Server irgendwo auf der Welt – wissen, dass ich gerade an der Laterne stehe und warte? Und später auch wissen mit wem ich mich dort getroffen habe und eventuell noch hören und abspeichern, was wir erzählen?

Deshalb war für mich der wichtigste Tipp des Tages – und mein Abschlusstipp:
Schaut genau hin, wer eure Stadt „smart“ macht.

Schaut genau hin, wer eure Stadt „smart“ macht!, Foto: R. Schügner

Es waren zwei sehr interessante und gut organisierte Barcamp-Tage. Vielen Dank an die fleißigen Unterstützer und Partner, die ihr unten auf der Veranstaltungsseite findet.

Was hat Klimawandel mit Ethik zu tun?

Diese Woche gab es in der Vorlesungsreihe „Klimawandel und ich“ der Heinrich-Heine-Universität eine „Einführung in die Klimaethik“. Ich war sehr gespannt auf die Vorlesung, da das Thema Klimawandel ziemlich komplex ist und es einfach ist Verantwortung für Emissionen, Kosten und die Zukunft sozusagen „vom einen zum anderen“ zu schieben. Letztlich führt das zur Untätigkeit, was wir uns im Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht leisten können.

Einführung in die Klimaethik

Vorlesung „Einführung in die Klimaethik“ an der HHU, Foto: R. Schügner

Die Vorlesung hat mir einige neue Denkansätze geliefert und ich weiß auch warum ich Naturwissenschaften und nicht Philosophie studiert habe. 😉 Ich habe mir überlegt, dass ich euch mit einer Wortwolke ein paar Stichworte als Denkanstoß liefere. Nur beim letzten Thema dem Landverlust durch die Erhöhung des Meeresspiegels wird es etwas ausführlicher.

Wortwolke Klimawandel und Ethik

Wortwolke Klimawandel und Ethik generiert mit wortwolken.com

Landverlust durch Anhebung des Meeresspiegels

In meinem Blogbeitrag „Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane: Reif für die Südseeinsel?“ ging es um Korallenriffe und die Entstehung von – recht flachen- Inseln im Meer. Beispiele für Atolle sind Kiribati, Vanuatu und Male (Hauptstadt der Malediven). Wer denkt bei den Malediven nicht an Urlaub?

Mein Bild bei Südseeinsel und Urlaubsfeeling ;), Bild: R. Schügner

Wie ihr in meinem Beitrag nachlesen könnt, gibt es zum Beispiel bei Kiribati schon Probleme. Die steigenden Meeresspiegel und auch die zunehmenden Stürme bereiten schon jetzt Probleme. Die Inseln werden leichter überspült, was zur Versalzung führt. Dadurch gibt es einen Trinkwassermangel und auch Nahrung kann auf dem salzigen Boden nicht mehr angebaut werden.

Was ist wenn die Inseln unbewohnbar werden?

Es gehen Eigentumsrechte (irgendwem gehört das Land) und auch territoriale Rechte (die Inseln sind zum Teil souveräne Staaten) verloren. Ein ganzer Staat müsste evakuiert werden. Wo sollen diese Menschen leben? Wie sollten solche Schäden kompensiert werden? Geht das überhaupt?

Wenn Teile unserer Küsten und Inseln vom steigenden Meeresspiegel unbewohnbar werden sollten, ist immer noch Staatsgebiet vorhanden – auch wenn das Eigentum des Einzelnen im Meer versinkt. Allerdings bereitet nicht nur der Anstieg des Meeresspiegels Probleme. Extreme Wettereignisse wie Überflutungen und anhaltende Trockenheit können zu Nahrungsmangel und Trinkwassermangel führen. Es werden vermutlich nicht nur die Küsten unbewohnbar werden, sondern auch im Land wird es in einigen Regionen – zumindest zeitweise – größere Probleme geben.

Wie werden zukünftige Generationen leben?

Lesetipps:

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel?

Ein Blick in die (Wissenschafts-)Vergangenheit zum Thema Klima, Kohlendioxid und Klimawandel

Eine Tafel Schokolade ist ein Newton?

Ich habe schon einige Male erzählt, dass ich die Physik-Experimentalvorlesung sehr gerne besucht habe, da es dort einige sehr anschauliche Versuche gab und ich deshalb weiß, dass eine Tafel Schokolade ein Newton sind.

Schokolade

100 g Schokolade = 1 Newton? Foto: Ricarda Schügner

Als Schoko-Fan erinnere ich mich selbstverständlich an die Schokolade 😀 – und auch an „Newton“. Schauen wir auf die Physik hinter der Tafel Schokolade und zäumen das Pferd von – der Einheit her auf. 😉 Newton ist die physikalische Einheit der Kraft.

Die Einheit Newton [N]

Die Einheit Newton ist eine SI-Einheit. Mit anderen Worten es handelt sich um eine internationale Standardeinheit. Hier wird zwischen Basiseinheiten und abgeleiteten Einheiten, wie die Einheit Newton, unterschieden.

Zu den SI-Basiseinheiten zählen z. B. Meter (m), Kilogramm (kg) oder Sekunde (s). Diese Vereinheitlichung soll, insbesondere in der Wissenschaft, dafür sorgen, dass die gemessenen Werte – ohne Umrechnung – vergleichbar sind. Die Länge wird in Meter (m) bzw. Zentimeter (cm) oder Kilometer (km) gemessen. Wir verwenden diese Maße in der Regel auch im Alltag, aber beispielsweise wird in England und den USA auch die Meile als Maß verwendet. Ein weiteres Beispiel ist die Einheit „Zoll“ bzw. im Englischen „inch“.

Newton hat als abgeleitete Einheit zwar ein eigenes Einheitensymbol [N], kann aber durch SI-Basiseinheiten dargestellt werden. Und hier kommen wir unserer Tafel Schokolade wie auch der Definition der physikalischen Kraft (F) schon etwas näher.

N = kg x m / s2

Wir finden ein Gewicht [kg] in der Einheit und 100 g sind 0,1 kg Schokolade. Übrig ist dann m/s2 – und das muss dann (ungefähr) 10 sein. In der Physik ist die Kraft definiert als Masse (m) mal Beschleunigung (a).

F = m x a

Unsere Tafel Schokolade beschleunigt also mit 10 m/s2 – und dass ohne Motor.

Woher kommt die Beschleunigung?

Dazu zeichnen wir den Versuchsaufbau. Eine Tafel Schokolade wird aus der Ruheposition fallengelassen.

Zeichnung_Schoko_Boden

Unser Versuchsaufbau: Die Schokolade fällt zu Boden

Die Beschleunigung ist damit der Fall zur Erde. Es ist die Erdbeschleunigung (auch Ortsfaktor), die ungefähr g = 9,81 m/s2 beträgt (wir runden locker auf 10 auf). Im Fallen werden 0,1 kg Schokolade mit der Erdbeschleunigung 10 m/s2 beschleunigt und somit kommen wir auf eine Gewichtskraft (F = 0,1 kg x 10 m/s2 = 1 N) von einem Newton.

Um die Beschleunigung von „Masse“ im freien Fall zu zeigen, habe ich hier ein Youtube-Video von derinsherman62. Durch die Lichtblitze scheinen die einzelnen Wassertropfen „zu stehen“. Der Abstand zwischen den Tropfen wird größer, was auf die Erdbeschleunigung und damit den schneller werdenden Fall zurückzuführen ist.

Der Sommertipp: Eis mit Eis kühlen

Bei dem aktuellen Wetter komme ich bei kühlen Gedanken nur bis zum Eis. Doch selbst Eis schmilzt in null Komma nichts bei den aktuellen Temperaturen. 😦 Also bleibt entweder sehr schnell essen – oder – ich habe ja Chemie studiert – Eis mit Eis zu kühlen. Damit habe ich dann genug Zeit mein Eis als Eis zu genießen. 😀

Um im Labor Reaktionen bei moderaten Minus-Temperaturen durchzuführen, haben wir mit einem Eis-Kochsalz-Bad gearbeitet. Die „Zutaten“ – Eis, Kochsalz und Wasser – lassen sich recht einfach beschaffen.

EisKochsalzBad_Zutaten

Die Vorbereitungen für das Eis-Kochsalz-Bad

Nach dem Zerkleinern des Eises werden die Stücke mit Kochsalz (ungefähr 3 Teile Eis zu 1 Teil Kochsalz) gemischt und noch ein wenig Wasser hinzu gegeben. Wie ihr sehen könnt, ist die Temperatur der Mischung unter Null, d.h. die Mischung ist kälter als Eis ohne das Kochsalz.

Eisbad

Außentemperatur etwa 33°C, Eisbad etwa -10°C 🙂

Ich habe mein Eis (0°C) mit Kochsalz (Raumtemperatur) deutlich heruntergekühlt. Dahinter steckt natürlich „Chemie“. In der Abbildung unten seht ihr die Kristallstruktur von Kochsalz (Natriumchlorid, NaCl). Im Kristallgitter sind abwechselnd ein positiv geladenes Natrium-Ion und ein negativ geladenes Chlor-Ion zu finden. Die Abbildung wurde mit dem Programm Vesta [Lit. 1] erstellt.

NaClGitter

Das Natriumchlorid-Gitter erstellt mit dem Programm Vesta [Lit. 1]

Da sich entgegengesetzte Ladungen anziehen, ist es mit Arbeit (bzw. Energie) verbunden die einzelnen Ionen aus dem Gitter zu lösen. Für das Lösen aus dem Gitter wird (Wärme-)Energie verbraucht. In Wasser (H2O) werden die Ionen von einer Hülle aus Wassermolekülen (Hydrathülle) umgeben. Bei dieser Reaktion wird Energie frei.

Wenn man jetzt Kochsalz einfach in Wasser löst merkt man, dass die Temperatur des Wassers gleich bleibt. Die verbrauchte und die freiwerdende Energie sind ungefähr gleich. Es gibt aber auch Salze, wie z.B. Natriumsulfat-Decahydrat, bei denen sich das Wasser abkühlt. Aber wir wollen mit unseren Küchenvorräten arbeiten.

Bei unserem Kältebad macht das Eis (also der Feststoff) den Unterschied. Das Eis schmilzt, das heißt, dass sich der Aggregatzustand von fest nach flüssig ändert. Auch für das Schmelzen wird Energie benötigt. Dieser zusätzliche Energiebedarf für das Schmelzen macht den Unterschied: Unser Eis-Kochsalz-Bad wird kälter!

Jetzt habe ich mir das Eis für heute verdient. 😀

Eis_in_Eisbad

Mein eisgekühltes Eis 😉

Literatur:
[1] K. Momma and F. Izumi, „VESTA 3 for three-dimensional visualization of crystal, volumetric and morphology data,“ J. Appl. Crystallogr., 44, 1272-1276 (2011)

Bewegungsabläufe lernen – muss man wirklich sooo oft wiederholen?

Letztens beim Tai Chi hat der Trainer gesagt, dass der Meister seines Meisters (OK – das ist schon „Hörensagen“ 😉 ) gesagt hat, man müsse die Figuren 1000x wiederholen um sie zu beherrschen. Immerhin will er uns nicht vergraulen und wir müssen die Figuren nicht so oft am Stück wiederholen.

Für alle, die Tai Chi nicht kennen, habe ich die – in diversen Varianten – weit verbreitete 24er Peking Form als Video (von Sherry Tung) herausgesucht:

Wie man sehen kann, sind die Bewegungsabläufe langsam, ABER sie erfordern eine gute Koordination von „Armen und Beinen“, dem Gleichgewicht, der Atmung und dann muss man sich natürlich noch den Gesamtablauf der Form merken. Und letztlich, da Tai Chi „Meditation in Bewegung“ ist, ist man selbstverständlich noch entspannt. 😉 Wenn man die Übungen beherrscht stimmt das zwar (kann ich bestätigen), aber am Anfang raucht der Kopf.

Das ist auch schon das Stichwort: Wie funktioniert Bewegung und wie lernt man eigentlich? Für beides braucht man das Gehirn [Video] und Nervenzellen (Neuronen).

Bei den Nervenzellen handelt es sich um verzweigte Zellen, die ein dichtes Netz bilden. Allerdings geben sie sich nicht gegenseitig „die Hände“, sondern halten den Kontakt über einen kleinen (synaptischen) Spalt (zwischen prä- und postsynaptischer Endigung) und mit Botenstoffen (Neurotransmitter), die Impulse übertragen. Innerhalb der Nervenzelle wird der Impuls elektrisch übertragen und an die nächste Zelle mittels eines chemischen Botenstoffes weitergegeben. Um eine Überaktivierung der Neuronen zu verhindern, werden nicht alle Signale weitergeleitet. Wenn man jetzt übt und übt und übt, erhöht sich die Zahl der weitergegebenen Impulse bis sich die Langzeitpotenzierung (LTP) einstellt. Das bedeutet, dass die Übertragung der Impulse zum einen durch die größere Zahl der weitergeleiteten Impulse, aber auch durch die stärkere Reaktion der Post-Synapse (Aufnahme der Botenstoffe) besser wird.

Hier unten im Youtube-Video der MaxPlanckSociety könnt ihr euch das in tollen Bildern anschauen.

Die 1000x trainieren lassen sich zwar nicht bestätigen, aber gaaanz viele Wiederholungen sind tatsächlich wichtig. Also hilft nur üben. 😦

Außerdem haben Studien gezeigt, dass komplexe Bewegungsabläufe sehr positiv für das Gehirn sind und sich das Üben wirklich lohnt.

Petra Jansen-Osmann hat in einem Übersichtsartikel [Lit. 1] Erkenntnisse zu „den neurowissenschaftlichen Grundlagen komplexer sportiver Bewegungen“ zusammengefasst. Sie führt als Beispiel die Studie von Draganski et al. an, bei der die Studienteilnehmer mit 3 Bällen jonglieren lernen sollten bzw. als Kontrolle kein Training stattfand. Mittels dieser Studie konnte erstmals gezeigt werden, dass sich das Gehirn auch im Erwachsenenalter durch das Erlernen komplexer Bewegungen noch verändert. Diese Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen, Hirnarealen sich zu verändern, nennt man neuronale Plastizität.

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass Bewegungstraining auch die Muskeln trainiert, die ebenfalls – wie die Nervenverbindungen – mit dem Training aufgebaut und ohne Training abgebaut werden.

Gut – ich gehe jetzt mal Gehirn, Nerven und Muskeln trainieren. Obwohl, hatte ich da nicht etwas von Spiegelneuronen gelesen, die beim Betrachten eines erlernten Vorganges das gleiche Aktivitätsmuster wie bei der Tätigkeit auslösen? Vielleicht reicht es ja sich das erste Video oben öfter anzuschauen. 😉 (was allerdings nicht die Muskeln trainiert… und selbst trainieren bringt zumindest mir mehr Spaß 🙂 )

Literatur:

[1] Jansen-Osmann, P. (2008). Die Bedeutung der Neurowissenschaft für
die Sportwissenschaft. Sportwissenschaft, 38, 24-35

Frohe Ostern

Frohe Ostertage 🙂

Frohe Ostern 🙂

Barcamp Bonn mit #socialedumedia und #smartcity

Letztes Wochenende habe ich am 1. Barcamp Bonn im forum internationale wissenschaft bonn teilgenommen. Das Barcamp war super organisiert (vielen Dank an die Organisatoren und die Sponsoren) und es gab sooo viele interessante Sessions, dass die Wahl schwer fiel. Natürlich gab es viele Sessions rund um Social Media und Marketing, aber auch um Bonn, 🙂 Yoga, Impro-Theater… Eine gute und vielfältige Mischung.

Ich bin dann mal von einer Session zur anderen gehüpft 😉 – mit kurzen Zwischenstopps bei Kaffee, Getränken und Essen. Insgesamt 6 Themen habe ich geschafft. Zwei davon möchte ich kurz vorstellen.

BarcampBonn

Ich habe zumindest fleissig die Sessions notiert 😉

 

#SocialEduMedia – Bildungsrevolution durch Soziale Medien?

In dieser Session von Tobias Jakobi (@historytoby) ging es darum, wie Lernen und Unterricht mit Social Media unterstützt, verbessert, erweitert werden kann. Als iversity-Weiterbildungsfan war das für mich eine sehr interessante Diskussion. Allerdings lag der Focus mehr auf „in der Schule lernen“. Zusammengefasst ist bei mir folgendes hängengeblieben:

  • Man braucht gute Lehrer um die Basisbedingungen zu schaffen: sich selbst Wissen aneignen, Wichtiges erkennen etc. (dann „reicht auch eine Steintafel“ 😉 ).
  • Einsatz der modernen Medien, wie Tablets im Unterricht – dafür müssten dann die Lehrer ausgebildet sein sowie ein Internetzugang möglich sein.
  • Die Möglichkeit von Online-Lerngruppen, die sich z.B. per Chat austauschen können.
  • Dann gab es noch die Anmerkung, dass es schon viel gutes und interessantes Material „irgendwo im Netz“ gibt – man muss es nur finden…
    (ein paar „Fundstücke“ gibt es hier in meinem Blog *Eigenwerbung* 😉 )

Bonn als Smart City

Bei dieser Session war leider die Zeit etwas knapp. Es kamen so viele spannende Ansätze für eine Smart City, so dass leider für die exemplarische Frage wie man ein Thema umsetzen könnte, kaum Zeit blieb. (ok – wir haben überzogen – die nächsten standen schon vor der Tür.) Hier mal eine Auswahl der Vorschläge:

  • Internetzugang und IT für Schulen (ein Kommentar: da müssten die Lehrer weitergebildet werden – – – hatten wir das nicht schon mal und viele Eltern sind auch nicht auf dem Laufenden…)
  • Digitale Lenkung des Verkehrs (da musste ich dann wieder an die #Zukunftsstadt denken)
  • Open Data – alle Daten (unter Beachtung des Datenschutzes) frei verfügbar machen
  • Freies WLAN kostenlos
  • Ausbau der Stadtteilbibliotheken als Co-Working Spaces/Treffpunkte
  • Digitale Unterschriften für Bürger
  • Förderung des digitalen Verständnisses bei Verwaltung und Bürgern – am besten direkt von beiden Seiten anfangen 🙂

Den ausführlichen Link zur Session von Michael Lobeck findet ihr hier.

Da hier auch der „Netzausbau“ immer mal wieder auftaucht, habe ich hier einen Filmtipp: Auf Arte habe ich gestern zufällig in X:enius reingeschaltet. Das Thema war der Netzausbau – und vorher eine kurze Einführung wie das „Internet“ so funktioniert: Modem, Kupferleitungen, Nullen und Einsen… Die Sendung findet ihr hier.

Fahrradfahren bei diesem Wetter…

Diesmal ein Beitrag aus gegebenem Anlass 😦

Das Wetter ist nicht gerade gutes Radfahrwetter, aber als Schüler muss man aber irgendwie zur Schule. Wenn dann die Straße relativ frei ist, kommt man dann doch recht problemlos ans Ziel.

Allerdings heißt es „wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er auf’s Eis“ – alternativ fährt man mit dem Fahrrad über eine zugefrorene Pfütze… und stürzt und hatte keinen Fahrradhelm an. Der Schutzengel hatte zum Glück nicht frei und so gab es nur blaue Flecken. 😀

Ich finde so einen Helm auch nicht gerade schick, aber Sicherheit geht vor – insbesondere bei Eis auf den Straßen. Deshalb habe ich für euch noch zwei Videos rausgesucht.

Im Youtube-Video von Karlheinz Meier (Physik Heidelberg) seht ihr wie schön glatt und rutschig Eis ist. Als weiterer Tipp so nebenbei:

In diesem Welt der Wunder Youtube-Video gibt es die umfassende Helm-Info:

Wer jetzt denkt, das Eis ist ja schon fast geschmolzen. Na ja, das bedeutet, dass man besonders vorsichtig sein muss. Auf dem Resteis hat sich ein feiner Wasserfilm gebildet und man rutscht besonders gut. Also bitte bei Winterwetter besonders aufmerksam und vorsichtig sein und KEIN Hals- und Beinbruch.

Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2015

Ich wünsche allen

FROHE WEIHNACHTEN

mit dem schönen Winterfoto, dass hier in Langenfeld aufgenommen wurde. Aktuell gibt es zwar nicht weniger Niederschlag, ist aber deutlich – feuchter. 😉 Ich gebe zu, dass mir bei der Wahl zwischen Dauerregen und Schneelandschaft, dann doch die Schneelandschaft besser gefällt.

Winter_Langenfeld

Langenfeld – ein Wintermärchen 🙂 Foto: Ricarda Schügner

 

Für 2015 wünsche ich allen ein inspirierendes NEUES JAHR mit einer Ansprache von Simon Sinek: How great leaders inspire action

Herbststimmung im Garten

Bei dem aktuell schönen Wetter zeigen die Blumen im Garten noch einmal ein richtiges Feuerwerk an Farben 😀

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Herbststimmung im Garten: Astern, Fetthenne, Dahlien, Herbst-Anemonen

Ein entspannter Blick in den Garten zeigt blass-lilablaue und pinkfarbene Astern, Dahlien und Fetthenne ebenfalls in pink-rosa, weiße und rosé Herbst-Anemonen.

Ein schöner Blick um bei einer Tasse Kaffee die Natur zu genießen und mich an meinen Urlaub zu erinnern, wo ich die Anemonen in „freier Wildbahn“ an ihrem Herkunftsort gesehen habe.