Unser Dorf hat Zukunft! – Hat unser Dorf Zukunft?

In meinem Blog habe ich mich anlässlich des Wissenschaftsjahres zur Zukunftsstadt mittlerweile in einigen Beiträgen (Liste siehe unten) mit dem Thema „Stadt der Zukunft“ beschäftigt. Die These ist, dass immer mehr Menschen in Städten leben werden – und die Dörfer noch leerer werden, wie man auch in diesem Logbuch-Beitrag der MS Wissenschaft nachlesen kann. Andererseits gibt es auch immer wieder Meldungen, wie die Dorfgemeinschaft versucht ihr Lebensumfeld attraktiv zu gestalten.

Deshalb habe ich mir überlegt, wie könnte ein Dorf der Zukunft aussehen. Hierzu habe ich alles was mir so eingefallen ist, zusammengetragen.

Als Basis für die Wohn- und Arbeitsqualität in den Dörfern sehe ich das Vorhandensein von schnellem Internet. Aber das werden wir bis 2018 haben, wie gesagt, die Dorfgemeinschaft ist da sehr engagiert. Diese Internetverbindungen sollten selbstverständlich gerade für Arbeits- und Gesundheitsnutzung sicher und zuverlässig sein.

In den Bereich Wohnqualität fällt neben der eigenen Nutzung von Dienstleistung (Internet, E-Mail, TV…) auch die Nutzung dieser Dienstleistungen durch Feriengäste.

Da sich „Arbeit“ aktuell mit den neuen Möglichkeiten verändert und auch flexibler sein kann, müsste nicht jeder in der Stadt arbeiten bzw. täglich dorthin pendeln. Home Office wäre mit einem schnellen Internet von egal wo kein Problem. Über das Internet sind auch virtuelle Besprechungen möglich und wenn man an z. B. nur an einem festen Tag im Büro ist, sind auch weite Fahrtstrecken kein großes Problem.

Für persönliche Treffen und Besprechungen könnte man auch Coworking Spaces, die in immer mehr Städten entstehen, nutzen.

Der demografischen Entwicklung sowie der abnehmenden Zahl an Landärzten geschuldet, sollte die Telemedizin (Internet!) genutzt werden. Ein Beispiel der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg seht ihr unten und ein weiteres ist hier zu finden.

Weitere interessante Perspektiven bieten die Entwicklungen im Rahmen des Internets der Dinge und der Wearables. Sowohl um Daten zur Gesundheit (Puls, Blutdruck…) zu erhalten als auch hinsichtlich eines automatischen Notrufs für Alleinstehende.

Für einen persönlichen Kontakt gibt es jetzt schon Projekte mit medizinischen Fachangestellten, die nach einer Zusatzausbildung Hausbesuche machen. Beispiele (Videos) hierfür sind AGNES und VERAH.

Als wichtig für die Dorfgemeinschaft ist ein Bürgerzentrum, dass je nach Größe durchaus unterschiedlich ausgestattet sein könnte.

Mit einem Dorfladen, der in dem Beispiel hier in Eigenregie aufgebaut wurde, ein Café, ein Besprechungsraum/Veranstaltungssaal, ein Arztzimmer/Telemedizinraum, Bücherei (kann auch ein Bücherautomat sein), Post-/Paketfächer und vielleicht auch Arbeitsräume mit PCs. Man könnte auch etwas, dass es früher schon mal gab, reanimieren: das Gemeinschaftskühlhaus. Wenn man keinen eigenen Dorfladen hat, könnte man sich hier jederzeit (online bestellte) Lebensmittellieferungen hinbringen lassen.

Weiterhin sollte es noch E-Carsharing und E-Bikesharing (schnelleres Zurücklegen weiterer Strecken) für die Mobilität geben. So braucht nicht jeder im Dorf x Autos, sondern kann bei Bedarf eines leihen. Ein weiterer Vorteil der Elektrofahrzeuge ist die Möglichkeit des Aufladens ohne dass eine Tankstelle vorhanden ist. Auch dies ist eine Idee, die es schon gibt.

Ich finde, dass der Gedanke an das Dorf der Zukunft durchaus ausbaufähig ist und nicht unbedingt gegen die Stadt der Zukunft verlieren muss, da auch mit der Digitalisierung Veränderungen zu erwarten sind. Und falls doch mal jemand eine Übernachtung in der Stadt braucht, kann man mittlerweile preiswert im Internet Betten buchen. 😉

Hier findet ihr meine Beiträge zum Thema „Zukunftsstadt“:

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Veröffentlicht am Juni 15, 2015 in NATUR + WISSENSCHAFT und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Liebe Ricarda,

    sehr interessante Gedanken zum Thema. Dein Artikel hat mir bewusst gemacht, dass wir mehr darüber nachdenken sollten, wie wir unsere Zukunft aktiv gestalten wollen. Denn viele Möglichkeiten sind ja schon da, wie Du zeigst.

    Herzliche Grüße
    Martina

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Martina,

      diesen Effekt hatte ich als ich die ersten Recherchen zum Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt durchgeführt habe. Ich fand das Thema dann so spannend, dass ich immer mal wieder unterschiedliche Aspekte beleuchtet habe.

      Mein Tipp für alle Rheinländer: Ab 23.06.15 ist die MS Wissenschaft, das Ausstellungsschiff zum Wissenschaftsjahr erst in Düsseldorf (bis 26.06. 12 Uhr) und dann in Köln-Deutz (27. – 30.06.). Hier gibt’s den genauen Tourplan:
      http://www.ms-wissenschaft.de/tour.html

      Liebe Grüße
      Ricarda

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  2. Danke Dir für den Tipp!

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  1. Pingback: Mein Besuch der MS Wissenschaft zum Wissenschaftjahr 2015 „Zukunftsstadt“ | Natur-Wissenschaft-Blog

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