Archiv für den Monat April 2015

Welttag des Buches: Eine fantastische Reise in fremde Welten

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization bzw. Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) hat vor 20 Jahren erstmals den Welttag des Buches und des Urheberrechts ausgerufen.

In Deutschland erfolgen in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen eine Reihe von Aktionen. Die Kampagnen-Website findet ihr hier.

Auch wenn ich zu diesem Anlass keine Bücher verschenke, gibt es von mir Lesetipps für viele Reisen in fantastische fremde Welten. Nein – nichts mit Star Treck.

Der Lese-Tipp für Neugier und Wissenschaft

In meinem Tipp für eine Reise in „kleine“ Welten handelt es sich um ein Buch, dass ich schon vor langer Zeit geschenkt bekommen habe. Auch da war schon bekannt, dass ich mich für Natur und Wissenschaft interessiere. 😉 Es handelt sich um das Buch „Der Pilz, der John F. Kennedy zum Präsidenten machte und andere Geschichten aus der Welt der Mikroorganismen“ von Bernard Dixon. Der Autor stellt in – auch für Nicht-Mikroben-Forscher – verständlicher Sprache den Einfluss von Viren, Bakterien und Pilzen auf die menschliche Geschichte vor. Es geht um Epidemien, Befall von Nahrung(spflanzen), verlorene Kriege, Medikamente, Produktion von chemischen Stoffen, Schweißfüße usw.

Es ist eine spannende Reise in eine Welt, die uns zum Teil dauerhaft begleitet.

Der Lese-Tipp zur Entspannung und Pause vom Alltag

Jetzt noch mein Lese-Tipp zur Entspannung. Mit ihm kann man mit kurzen Geschichten in ferne Welten reisen. Ihr kennt sie bestimmt – Märchen. Mit den Geschichten aus „1000 und einer Nacht“ in den Orient, chinesischen Märchen nach China und weiter nach Island, Irland – einfach in jedes Land der Welt. Ich finde Märchen sind wie ein kleiner Urlaub vom Alltag und werden am besten mit einer Tasse Tee genossen. 🙂

Buchtipp

Meine Büchertipps zum Welttag des Buches – viel Spaß beim Lesen 🙂

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Bewegungsabläufe lernen – muss man wirklich sooo oft wiederholen?

Letztens beim Tai Chi hat der Trainer gesagt, dass der Meister seines Meisters (OK – das ist schon „Hörensagen“ 😉 ) gesagt hat, man müsse die Figuren 1000x wiederholen um sie zu beherrschen. Immerhin will er uns nicht vergraulen und wir müssen die Figuren nicht so oft am Stück wiederholen.

Für alle, die Tai Chi nicht kennen, habe ich die – in diversen Varianten – weit verbreitete 24er Peking Form als Video (von Sherry Tung) herausgesucht:

Wie man sehen kann, sind die Bewegungsabläufe langsam, ABER sie erfordern eine gute Koordination von „Armen und Beinen“, dem Gleichgewicht, der Atmung und dann muss man sich natürlich noch den Gesamtablauf der Form merken. Und letztlich, da Tai Chi „Meditation in Bewegung“ ist, ist man selbstverständlich noch entspannt. 😉 Wenn man die Übungen beherrscht stimmt das zwar (kann ich bestätigen), aber am Anfang raucht der Kopf.

Das ist auch schon das Stichwort: Wie funktioniert Bewegung und wie lernt man eigentlich? Für beides braucht man das Gehirn [Video] und Nervenzellen (Neuronen).

Bei den Nervenzellen handelt es sich um verzweigte Zellen, die ein dichtes Netz bilden. Allerdings geben sie sich nicht gegenseitig „die Hände“, sondern halten den Kontakt über einen kleinen (synaptischen) Spalt (zwischen prä- und postsynaptischer Endigung) und mit Botenstoffen (Neurotransmitter), die Impulse übertragen. Innerhalb der Nervenzelle wird der Impuls elektrisch übertragen und an die nächste Zelle mittels eines chemischen Botenstoffes weitergegeben. Um eine Überaktivierung der Neuronen zu verhindern, werden nicht alle Signale weitergeleitet. Wenn man jetzt übt und übt und übt, erhöht sich die Zahl der weitergegebenen Impulse bis sich die Langzeitpotenzierung (LTP) einstellt. Das bedeutet, dass die Übertragung der Impulse zum einen durch die größere Zahl der weitergeleiteten Impulse, aber auch durch die stärkere Reaktion der Post-Synapse (Aufnahme der Botenstoffe) besser wird.

Hier unten im Youtube-Video der MaxPlanckSociety könnt ihr euch das in tollen Bildern anschauen.

Die 1000x trainieren lassen sich zwar nicht bestätigen, aber gaaanz viele Wiederholungen sind tatsächlich wichtig. Also hilft nur üben. 😦

Außerdem haben Studien gezeigt, dass komplexe Bewegungsabläufe sehr positiv für das Gehirn sind und sich das Üben wirklich lohnt.

Petra Jansen-Osmann hat in einem Übersichtsartikel [Lit. 1] Erkenntnisse zu „den neurowissenschaftlichen Grundlagen komplexer sportiver Bewegungen“ zusammengefasst. Sie führt als Beispiel die Studie von Draganski et al. an, bei der die Studienteilnehmer mit 3 Bällen jonglieren lernen sollten bzw. als Kontrolle kein Training stattfand. Mittels dieser Studie konnte erstmals gezeigt werden, dass sich das Gehirn auch im Erwachsenenalter durch das Erlernen komplexer Bewegungen noch verändert. Diese Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen, Hirnarealen sich zu verändern, nennt man neuronale Plastizität.

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass Bewegungstraining auch die Muskeln trainiert, die ebenfalls – wie die Nervenverbindungen – mit dem Training aufgebaut und ohne Training abgebaut werden.

Gut – ich gehe jetzt mal Gehirn, Nerven und Muskeln trainieren. Obwohl, hatte ich da nicht etwas von Spiegelneuronen gelesen, die beim Betrachten eines erlernten Vorganges das gleiche Aktivitätsmuster wie bei der Tätigkeit auslösen? Vielleicht reicht es ja sich das erste Video oben öfter anzuschauen. 😉 (was allerdings nicht die Muskeln trainiert… und selbst trainieren bringt zumindest mir mehr Spaß 🙂 )

Literatur:

[1] Jansen-Osmann, P. (2008). Die Bedeutung der Neurowissenschaft für
die Sportwissenschaft. Sportwissenschaft, 38, 24-35

Tour-Termine der MS Wissenschaft zum Thema Zukunftsstadt

Die Termine für die Tour der MS Wissenschaft stehen jetzt auch für das 2. Halbjahr fest. 🙂 Ihr findet sie hier. Es ist schon praktisch am Kölsch-Alt-Äquator zu wohnen, was bedeutet, dass ich mir einen Besuchstermin zwischen dem 23.06.15 in Düsseldorf (bis 26.06.15) und dem 30.06.15 in Köln (vom 27.06.15) aussuchen kann. 😀

Den detaillierten Ausstellungsplan gibt es zwar erst ab 10.04.15, aber es ist bereits jetzt ein pdf mit der Exponatübersicht verlinkt.

Auf dem Schiff gibt es spannende Themen rund um die Zukunftsstadt:

Angefangen mit dem Thema Stadtentwicklung in der Vergangenheit – auch da gab es verschiedene „Modelle“. Es gab kleine Siedlungen, die immer größer wurden und Städte, die am Reißbrett geplant wurden. Wie ich bei meiner Recherche gesehen habe, nennt man das „Planstadt“ – und ist nicht wirklich neu. Einige Beispiele findet ihr hier bei Wikipedia.

Ein weiteres Thema sind Megastädte bzw. Megacities. Diese Städte haben mehr als 10 Millionen Einwohner. So mal zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit 17,6 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von etwa 34.000 Quadratkilometern. Shanghai gehört zu den größten Städten der Welt mit gut 23 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von etwa 6.300 Quadratkilometern. Wie ihr auf dem Foto unten mit der Skyline seht, die Methode der Wahl bei vielen Einwohnern und relativ wenig Fläche sind Hochhäuser.

Skyline_Shanghai

Skyline von Shanghai, Foto: Ricarda Schügner

Durch Straßenlaternen und Leuchtreklamen wird es in den Städten nicht mehr richtig dunkel. Hier auf BR.de Wissen findet ihr einen Beitrag zur Lichtverschmutzung und Fotos wie „hell“ die Nacht mittlerweile ist. Das stört z.B. auch unsere Wildtiere, die es sich mittlerweile auch in Städten gemütlich machen. Ein paar Beispiele findet ihr unten im hrfernsehen-Beitrag auf Youtube.

Weitere Themen sind „grüne Städte“, Urban Gardening, die Auswirkung des demografischen Wandels auf Stadt und Land, Energie, Nahrung und vieles mehr.

Mein Tipp: Einfach hingehen, anschauen und inspirieren lassen.

Die MS Wissenschaft startet am 15. April 2015 in Dresden und „läuft dann noch in viele weitere Häfen ein.“ Die Ausstellung ist von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Zum Abschluss als kleine Inspiration ein Video: Welche Themen behandelt das Wissenschaftsjahr?

Außerdem empfehle ich noch zwei weitere Blogbeiträge von mir. Meinen ersten Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2015 sowie den Beitrag zum Pflanzenanbau ohne Erde.

Frohe Ostern

Frohe Ostertage 🙂

Frohe Ostern 🙂