Weltgesundheitstag 2015: Lebensmittelsicherheit

Das Thema des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April ist die Lebensmittelsicherheit. Die World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation; WHO) hat zu diesem Anlass eine Kampagne in diversen Medien initiiert und stellt Material zum Download auf ihrer Website bereit.

Es geht hierbei nicht um „gesunde“ Lebensmittel im Hinblick auf zu viel Fett, Zucker etc., sondern darum dass die Lebensmittel keine Krankheiten auslösen/übertragen. Von Salmonellen haben die meisten vermutlich schon mal gehört – oder EHEC – aber auch Chemikalien bzw. Schwermetalle oder Radioaktivität beeinträchtigen nicht nur die Qualität der Lebensmittel, sondern vor allem die Gesundheit bei Verzehr.

In der Kampagne gibt es fünf Regeln (hier Schlüssel bzw. keys genannt), die zeigen, wie man selbst für Lebensmittelsicherheit sorgen kann. Das meiste kennt ihr bestimmt:

  1. Sauberkeit: Die eigene Hygiene und die der Umgebung in der das Essen zubereitet wird.
  2. Für rohe und gekochte Lebensmittel anderes Geschirr verwenden (Übertragung von Salmonellen z.B.)
  3. Ausreichendes erhitzen/kochen der Lebensmittel um Mikroorganismen abzutöten.
  4. Die Lagerung der Lebensmittel sollte entweder ausreichend kühl (< 5°C) oder heiß (> 70°C) sein.
  5. Sauberes Wasser und saubere Lebensmittel verwenden

Unten seht ihr das Kampagnen-Video

Für mich ist „sauberes Wasser“ der Stichpunkt für gesunde und sichere Lebensmittel. Zum einen ist es wichtig für die eigene Hygiene und die der Lebensmittel sowie zum Trinken. 🙂 Zum anderen wird es in der landwirtschaftlichen Produktion der Lebensmittel gebraucht – und das nicht zu knapp. Wenn ich an den Gemüsegarten meiner Großeltern denke, erinnere ich mich an viele Wasserfässer (zum Regenwasser sammeln) meines Opas und noch mehr Gießkannen schleppen (im Sommer) um das Gemüse zu wässern.

Von der Erinnerung zu den Zahlen: 😉 Über die Seite unwater.org kommt man zum World Water Development Report der Vereinten Nationen (UN). Dort findet man, dass weltweit in der Landwirtschaft 70% des Wassers verbraucht werden. Bis 2050 wird eine weitere Steigerung des in der Landwirtschaft benötigten Wassers um 20% prognostiziert. Da die Wasserreserven nicht unendlich sind und sich durch die Klimaveränderungen auch die Niederschlagsmengen ändern, muss sich die landwirtschaftliche Produktion ändern. Die Effizienz des Wassergebrauchs muss gesteigert werden oder man weicht, zumindest teilweise, auf wasserschonende Methoden aus. Pflanzen ohne Erde in Gewächshäusern zu ziehen, soll z.B. weniger Wasser verbrauchen.

Ein weiterer beachtenswerter Punkt hinsichtlich des Wasserverbrauchs ist, dass die Erzeugung von Fleisch deutlich mehr Wasser verschlingt als die Erzeugung von Gemüse. Hier ein Beispiel aus der WWF Studie Wasserrisiko Deutschland: (durchschnittlicher Wasser-Fußabdruck, S. 36)

  • Tomaten 200 l/kg
  • Reis 2.500 l/kg
  • Rindfleisch 15.400 l/kg

Abgesehen davon, dass ein moderater Fleischkonsum gut für die persönliche Gesundheit ist, ist er auch ökologisch „gesünder“. Damit haben wir wieder den Bogen zum Thema „Lebensmittel“ geschlagen. 😉

Wenn man ganz genau wissen will, was man auf den Tisch bekommt, hilft nur der eigene Gemüsegarten/die eigene Ernte. Aber dazu braucht man Platz und Zeit, so dass die meisten „einfach nur einkaufen“ gehen werden. Hierbei achte ich für mich dann schon auf Qualität und nicht nur auf den Preis.

Wenn ich selbst koche, dann am liebsten mit regionalem und saisonalem Gemüse. Die Betonung liegt hier leider auf „wenn“, öfter den Kochlöffel schwingen wäre besser. 😦 Für die Gerichte verwende ich gerne Kräuter, Gewürze und auch Chili. Der Nachtisch wird natürlich auch nicht vergessen. Deshalb lautet mein (Spät-)Sommertipp Vanille-Quarkspeise mit gemischten Beeren.

Quarkspeise

Vanille-Quarkspeise mit Beeren, Foto: Ricarda Schügner

Vor – während – nach der Lebensmittelzubereitung die Hygiene nicht vergessen und HÄNDE WASCHEN. (das muss jetzt sein 😉 )

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Veröffentlicht am März 31, 2015 in NATUR + WISSENSCHAFT und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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