Pflanzenanbau ohne Erde – Kresse usw.

In meinem Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2015 kam auch der Pflanzenanbau in der Stadt – auch ohne Erde – vor.

Bei Gemüseanbau muss ich immer an meine Großeltern denken. 🙂 Wir haben sehr viel frisches und auch eingemachtes Gemüse von ihnen aus ihrem Garten bekommen. Selbst angebautes Gemüse – aber jetzt ist Winter. 😦

In Kombination von Gemüse und „ohne Erde“ ist mir dann doch etwas eingefallen: Kresse. Kresse lässt sich schnell und einfach ohne Erde „anbauen“. Etwas geschummelt ist es schon: Man benötigt nicht die komplette Pflanze, sondern nur die ersten Blättchen und deshalb reicht die Nahrung, die der Same liefert und man muss nicht düngen. Ein Tütchen mit Kressesamen besorgt und dann – – – Am liebsten hätte ich für die erste Portion eine handtellergroße Petrischale genommen (hier kommt der Chemiker durch). Ich habe mich dann aber für den Deckel eines Marmeladenglases in ähnlicher Größe entschieden. Es hat funktioniert (Tipp: nicht austrocknen lassen…). 😀 Seht selbst:

Und gesund ist Kresse auch – wie man hier nachlesen kann.

Durch die Erinnerung an „gute alte Zeiten“, ist mir noch eine weitere, lange bekannte Möglichkeit, Pflanzen ohne Erde anzubauen eingefallen: Hydrokultur. Pflanzen, die in Blähton (als Halt) und einer Nährflüssigkeit stehen. Eine einzelne Hydrokulturpflanze hatte ich auch mal auf der Fensterbank, aber kein Gemüse.

Wie ich bei weiteren Recherchen gesehen habe, ist der gewerbsmäßige Gemüseanbau ohne Erde schon länger Realität. Ich habe ein Youtube-Video des Pennsylvania College of Technology ausgesucht, bei dem man einen kurzen Überblick über diese Methode des Gemüseanbaus bekommt.

Für alle, die selbst einmal Gemüse ohne Erde anbauen wollen, habe ich hier bei wikihow noch eine Anleitung für den Tomatenanbau gefunden. Wer klein anfangen möchte, kann es auch mal mit einer Pflanze in der Flasche (bottlecrop) versuchen. An Versionen für das heimische Gewächshaus wird auch schon gearbeitet, wie hier z. B. zusehen ist.

Eine weitere Neuerung sind LED-Pflanzleuchten, die – abgesehen von dem niedrigeren Energieverbrauch – farblich in rot und blau genau auf die Absorption der Pflanzen abgestimmt sind. Diese Pflanzenlampen gibt es nicht nur im Gewerbeanbau, sondern mittlerweile auch bei den üblichen „Verdächtigen“ für den Privathaushalt zu kaufen. Hier habe ich ein Beispiel auf dem Blog von Chili Farmer gefunden.

Abgesehen von meinem Erfolgserlebnis der eigenen Kresseernte, 😉 war ich sehr erstaunt, welche Änderungen beim professionellen Gemüseanbau schon stattgefunden haben. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, dass durch den „leichten“ Anbau auch Gewächshäuser mitten in der Stadt auf Flachdächern möglich sind und mit der LED-Beleuchtung auch eine energiesparende Beleuchtung in den nicht sonnenverwöhnten Regionen möglich ist. Für meine private Ernte werde ich allerdings mehrheitlich (außer bei Kresse) bei der herkömmlichen Methode mit Erde bleiben. (Rucolasamen ist schon gekauft 🙂 )

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Veröffentlicht am Februar 18, 2015 in NATUR + WISSENSCHAFT und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

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