Wissenschaftsjahr 2015: Zukunftsstadt

Letztes Jahr hatte ich einen Tipp zu den Terminen der MS Wissenschaft, die zum Wissenschaftsjahr 2014 „Die digitale Gesellschaft“ sozusagen digital unterwegs war. 😉

Neues Jahr – neues Thema: Im Wissenschaftsjahr 2015 geht es um die „Zukunftsstadt“.

Es wohnen immer mehr Menschen in (großen) Städten und es wird mit einer weiteren Zunahme der Stadtbevölkerung gerechnet. Durch diese immer größer werdende Menschenmenge müssen sich die Städte verändern, weil immer mehr Menschen Wohnraum, Energie, Wasser, Nahrung und Transportmittel brauchen.

Wenn man sich tagtäglich durch unsere Staus oder vollen Busse bewegt, sieht man schon jetzt einen Veränderungsbedarf – doch wie soll das für die Zukunft aussehen? Die Abgase der Autos verschmutzen zudem die Luft. In den letzten Jahren haben wir jedoch auch schon neue Ansätze für den „Verkehr der Zukunft“ kennengelernt: Carsharing, Bikesharing, Elektroautos. Bei der Stiftung Mercator habe ich das folgende mögliche Zukunftsmodell gefunden.

Es gibt jedoch nicht nur Indivdualverkehr, sondern auch Lieferverkehr und vor allem Nahrungsmittel müssen jeden Tag einer großen Menschenmenge – oft über große Strecken transportiert – zur Verfügung gestellt werden. Hier hat sich in den letzten Jahren der Trend Urban Gardening bzw. Urbaner Gartenbau, bei dem brachliegende Flächen oder auch Flachdächer genutzt werden. Hier gibt es ein paar praktische Beispiele. Einen professionelleren Ansatz findet man unter dem Begriff „vertical farm“. Es handelt sich um – sagen wir – Gewächs-Hochhäuser in den Städten, was die Transportwege deutlich reduzieren würde. Hierbei können die Pflanzen aufgrund des Gewichtes nicht in Erde gezogen werden. Auch wenn man bisher noch keinen wirklichen Hochhäuser gebaut hat, so gibt es schon Ansätze Flachdächer für professionellen Gemüseanbau zu nutzen oder auch höhere Gewächshäuser zu bauen.

Pflanzen“ in Städten haben auch einen weiteren Nutzen: Als Parks oder Alleen sorgen sie für ein angenehmes Wohnumfeld. Da „Fläche“ endlich ist, wird die Zahl und die Höhe der Hochhäuser zunehmen.

Hier habe ich als Beispiel die begrünte alte Hochbahntrasse in New York.

Beim Bauen stellt sich die Frage, wie baut man ressourcenschonend und energieeffizient. Eine Möglichkeit ist stromerzeugender Beton. Hier ein Link zu einem Beitrag der Uni Kassel. Weitere Möglichkeiten sind die genaue – elektronische – Steuerung des Verbrauchs an Energie und Wasser. Unter dem Begriff „Smart Home“ finden sich in letzter Zeit immer zahlreichere Möglichkeiten.

Diese Lösungen sind für die eigene Wohnung gedacht, aber auch für den gesamten Bedarf an Energie und Wasser gibt es neue Ansätze. Für die Gesamtsteuerung des Energiebedarfs einer riesigen Stadt benötigt man „Intelligente Stromnetze“ (smart grids). Damit nach Möglichkeit nicht so etwas passiert wie der Stromausfall 2006, der einen Teil von Europa lahmlegte.

Ich habe für euch auf Youtube 2 Videos gefunden. Meines Erachtens ergänzen sich beide. Das eine ist auf englisch von EPCengeryeducation und hier zu finden.

Das deutschsprachige stammt von der Stiftung Neue Verantwortung und wurde von Anke Weidlich hochgeladen.

In den Videos oben wird ebenfalls die „neue“ Möglichkeit der Stromerzeugung angesprochen: Erneuerbare Energien. Die Nutzung von Wasser, Wind und Sonne. Jeder könnte seine eigene Solarzelle 😉 auf dem Dach haben. Sogar mein Heimatstädtchen hat ein Solardachkataster.

Zum anderen brauchen und verbrauchen viele Menschen auch viel Wasser. Da Wasser in vielen Gegenden der Welt knapp ist, muss nach verbesserten Möglichkeiten der Wasseraufbereitung gesucht werden.

Zukunftsstadt – ein spannendes Thema. Was mich bei der Recherche (und den Arte-Sendungen, siehe unten) erstaunt hat, ist wie viel neue Ansätze es schon gibt.

Arte hat insgesamt 3 Sendungen zu dem Thema „Städte der Zukunft“ gebracht:

Folge 1: (bzw. hier)

Zukunftsstädte, die von Planern erdacht und „von Null“ auf gebaut werden. Ein Vorteil ist, dass alles auf dem aktuellen Stand der Technik ist, aber der Nachteil ist: ist das noch eine Stadt in der man leben möchte? Diese Städte haben ein ausgeklügeltes Computersystem mit einer Leitzentrale. Dort laufen alle Informationen zusammen. Die Verkehrsüberwachung kann z. B. direkt auf Falschparker zoomen und dann Knöllchen verschicken. Kinder können per Video auf dem Spielplatz, von der Wohnung aus, beobachtet werden. Oder wie es eine Bewohnerin ausdrückte: Man kann nicht fremdgehen…

Folge 2: (bzw. hier)

Hier geht es um den Verkehr und Energie.

Folge 3: (bzw. hier)

Das Thema dieser Folge ist die Ernährung der Stadtbevölkerung.

Ich habe versucht in diesem Beitrag viele Denkansätze anzusprechen. Aber es ist ein sehr komplexes Thema.

Was mir sonst noch so eingefallen ist: wie passe ich die Städte an eine alternde Bevölkerung an, wie ändert sich die Arbeitswelt mit der Digtalisierung – eigentlich kann man ja von (fast) überall arbeiten, was passiert bei Katastrophen – ich denke da gerade an meinen Iversity-Kurs.

Die Termine für die MS Wissenschaft, die auch dieses Jahr wieder unterwegs ist, gibt es erst Ende Februar. Natürlich gibt es von mir dann einen Tipp. 🙂

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Veröffentlicht am Januar 25, 2015 in TIPPS + TERMINE und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

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