Kristalle – Symmetrie – MOF – Gase

Als ich mich bei Iversity für den Kurs zu Faszination von Kristallen und Symmetrie gesehen hatte, musste ich mich sofort einschreiben. Chemie 😀 Die Erinnerung an die Studienzeit und gleichzeitig das etwas angestaubte Wissen aufpolieren. Und tatsächlich – die Erinnerung ist zurückgekommen. Ein wirklich guter und anschaulicher Kurs. Vielen Dank 🙂

Mineralien

Mineralien – und jetzt erinnere ich mich auch wieder an Symmetrie, Bravais Gitter und Röntgenbeugung usw. 🙂 Foto: Ricarda Schügner

 

Für mich als Organiker wird es allerdings gerade jetzt mit Kapitel 6 so richtig interessant: Metallorganische Verbindungen, die mikroporöse kristalline Materialien bilden (metallorganische Gerüste, engl. metal organic framworks bzw. MOF). Metalle in Verbindung mit Aromaten, Heterozyklen, Polyenen – endlich ein paar ordentliche Moleküle 😉

Allerdings waren mir die möglichen Einsatzgebiete der MOFs nicht mehr geläufig. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit sie als Speicher für Wasserstoff zu nutzen, da Wasserstoff eine saubere Energiequelle für Autos ist. In Brennstoffzellen bildet Wasserstoff mit Sauerstoff Wasser und Energie in Form von Elektrizität. Ein Problem bei der Nutzung von Wasserstoff als Antrieb im Auto ist es, dass es sich im Gegensatz zu Benzin um einen gasförmigen Stoff handelt, der im Tank einen größeren Raum einnimmt, so dass normale Tanks nicht ausreichen. Da sich die Wasserstoffmoleküle bevorzugt an Oberflächen anlagern, ist eine Möglichkeit die Oberflächen innerhalb des Tanks zu vergrößern. Die MOFs bieten hier bei vergleichbar geringem Volumen durch die mikroporöse Struktur eine sehr große Oberfläche.

Eine Empfehlung des Crystal & Symmetry MOOC-Teams hierzu ist das Youtube-Video von Chris Wilmer, dass in die unendlichen Weiten der MOFs führt (der Anfang sieht wirklich nach Weltraum aus 😉 ).

Ergänzung: Organische Kristalle – die Struktur der DNA

Heute ist mir noch eine wichtige Ergänzung zu organischen Molekülen in Kristallform eingefallen:

Ohne die Röntgenstrukturanalysen von Rosalind Franklin hätten James Watson und Francis Crick ihr Doppelhelix-Modell der DNA (Desoxyribonukleinsäure) nicht entwickeln können. Ausführliche Infos zu Rosalind Franklin findet ihr hier.

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Veröffentlicht am November 23, 2014 in NATUR + WISSENSCHAFT und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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