Archiv für den Monat September 2014

Herbststimmung im Garten

Bei dem aktuell schönen Wetter zeigen die Blumen im Garten noch einmal ein richtiges Feuerwerk an Farben 😀

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Herbststimmung im Garten: Astern, Fetthenne, Dahlien, Herbst-Anemonen

Ein entspannter Blick in den Garten zeigt blass-lilablaue und pinkfarbene Astern, Dahlien und Fetthenne ebenfalls in pink-rosa, weiße und rosé Herbst-Anemonen.

Ein schöner Blick um bei einer Tasse Kaffee die Natur zu genießen und mich an meinen Urlaub zu erinnern, wo ich die Anemonen in „freier Wildbahn“ an ihrem Herkunftsort gesehen habe.

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Tipp: Chinafest 2014 – Der Drache tanzt in Köln

Heute habe ich einen Veranstaltungstipp für euch: Jetzt am Wochenende – 20. und 21. September 2014 findet in Köln ein Chinafest statt. Das ist zwar keine Wissenschaft, aber dafür gibt es viele interessante Dinge zum Kennenlernen.

Es gibt diverse kulturelle Vorführungen: Tanz, Gesang und Musik sowie Filme. Weiterhin kann man mal in die chinesische Sprache „reinschnuppern“ oder einer chinesischen Teezeremonie beiwohnen. Außerdem gibt es chinesisches Kunsthandwerk und chinesisches Essen (WICHTIG 😉 ).

Aber mein spezieller Tipp: Es gibt verschiedene Tai Chi- – oder wie es in der Pinyin-Umschrift heißt Taiji- – Vorführungen. Das bemerkenswerte an Tai Chi ist, dass es einerseits zu den Kampfkünsten (Wushu) zählt und andererseits, wie Akupunktur, Tuina (manuelle Therapie), Arzneikunde sowie chinesische Diätetik, Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist und damit der Gesundheit dient. Vor allem aber: Ich finde Tai Chi seit langem wirklich toll 😀 – wie ihr merkt ich bin vollkommen unvoreingenommen 😉

Damit ihr etwas auf den Geschmack kommt, gibt es hier ein paar Fotos von einer Wushu-Vorführung in den Wudang-Bergen.

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Tai Chi/Wushu-Vorführung in den Wudang-Bergen

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Tai Chi/Wushu-Vorführung in den Wudang-Bergen: Der Fächer als Tai Chi-Waffe

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Tai Chi/Wushu-Vorführung in den Wudang-Bergen mit dem Schwert als Waffe

Eine der Vorführungen findet am Sonntag um 11 Uhr statt.

Weitere Infos sowie den genauen Plan als pdf gibt es auf der Website der Stadt Köln.

Tipp: Wissenschaftliche Videos aus dem Bereich Gesundheit und Ernährung

Ich hatte gelesen, dass es bei der EFSA interessante Videos zu wissenschaftlichen Themen gibt. Da ha sich mir direkt die Frage gestellt: Was genau ist die EFSA?

Das hat sich ziemlich schnell mit einer kurzen Suche beantworten lassen. Es handelt sich um die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Saftey Authority = EFSA). Die Aufgabe der 2002 gegründeten Behörde ist die wissenschaftliche Risikobewertung und Risikokommunikation. Das Risikomanagement der EU bleibt weiterhin bei der EU Kommission, dem EU Parlament sowie den EU-Mitgliedsstaaten. [Lit. 1]

Der Schwerpunkt ist die wissenschaftliche Ausrichtung der EFSA. Auf der Website und in den Unterlagen wird neben der wissenschaftlichen Exzellenz und Reaktionsschnelle auch die Offenheit, Transparenz und Unabhängigkeit betont. Bei der Recherche zu diesem Beitrag wurden – bezogen auf diese Punkte – auch kritische Artikel gefunden, z. B. hier und hier.

Auf der EFSA-Seite stolpert man alle Nase lang über die Begriffe Wissenschaft, Exzellenz, Unabhängigkeit und Transparenz – für meinen Geschmack etwas zu oft.

Die auf Youtube veröffentlichten Info-Videos zu unterschiedlichen Themen, zeigen ein deutlich ausgewogeneres Verhältnis von Nennung der EFSA, den Werten und den wissenschaftlichen Informationen hin (ich beziehe mich hier auf die Info-Videos mit wissenschaftlichen Themen). Diese Videos können durchaus als Einstieg in eine bestimmte Thematik dienen. Die Sprache der Videos ist Englisch, aber es sind deutsche Untertitel verfügbar.

Ich habe drei Videos ausgewählt, deren Themen ich hier kurz vorstellen will:

Das Video zu den „Enzymen“ bietet eine gute Kurzeinführung zur Thematik „Was sind Enzyme“.

Ein weiteres Video setzt sich mit dem Thema „Health Claims“ auseinander und erklärt an einem anschaulichen Beispiel, was Health Claims sind und wie diese Aussagen auf den Wahrheitsgehalt überprüft werden.

In einem weiteren Video wird das Thema „Bienengesundheit“ vorgestellt. Bienen sind Teil der Lebensmittelkette. Zum einen liefern sie ganz direkt Honig und zum anderen bestäuben sie viele Pflanzen, deren Früchte wir ernten. Ohne Bienen hätten wir durchaus ein Problem.

Bienen

Bienenkörbe; Foto: Ricarda Schügner

 

[1] Broschüre der EFSA „Verbraucherschutz durch Wissenschaft
vom Erzeuger zum Verbraucher

Herbstzeit – Pilzzeit

Jetzt im Herbst – durch das feuchte Wetter teilweise auch etwas früher als üblich – ist wieder Pilzzeit. Na ja, eigentlich sieht man erst im Herbst die Pilze, die im Erdreich (oder auch in Holz) ganzjährig wachsen. Das Mycel der Pilze durchzieht das Erdreich weitläufig.

Eine Besonderheit ist, dass Pilze „Pilze“ sind und damit weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren zählen. Das, was wir im Herbst sehen, ist der Fruchtkörper der Pilze und nur ein kleiner Teil des gesamten Lebewesens.

Ein Teil dieser Pilz-Fruchtkörper ist essbar. Allerdings reicht die Gesamt-Pilz-Palette von schmackhaft über ungenießbar bis hin zu giftig. Wer im Herbst Pilze sammeln geht, sollte sich folglich gut auskennen, da sich manchmal essbare und hochgiftige Pilze stark ähneln. Ich kann nur einen Pilz eindeutig bestimmen und zwar einen hübsch roten mit weißen Flecken: den Fliegenpilz (Amanita Muscaria). Damit fällt für mich das Pilze sammeln flach, denn der Fliegenpilz ist giftig.

Fliegenpilz2

Ein besonders hübscher Fliegenpilz – schön anzusehen, aber leider (oder vielleicht auch zum Glück) giftig; Foto: W. Schügner

Wenn ich irgendwas mit Pilzen koche, sind die im Supermarkt gekauft. 🙂

Einen äußerst nützlichen einzelligen Pilz will ich noch zum Schluss erwähnen: den Hefepilz. Man verwendet ihn z. B. zum Brot backen, wie man unten im Foto sieht 😉

Bier

Ich gebe zu, dass ist die etwas andere Sorte Brot 😉 Ein Hefe-Weißbier

Flüssiges Brot… auch Bier genannt 😀 Die Kombination von Wasser, Hopfen, Malz und Hefe verwendet man zum Bier brauen und das hat auch im Herbst (auf dem Oktoberfest) Hochkonjunktur.

Neue Kurse bei Iversity

Bei Iversity gibt es ab Ende September eine Reihe an neuen Kursen. 😀

Mir würden so einige gefallen. Hm – man könnte den Tag verlängern und die Nacht dazu nehmen. 😉

Hier kommen meine Top 3:

Sonst gibt es noch Kurse zur Anatomie , dem Rechnungswesen, BWL, Politikwissenschaften, Philosophie…

Mal sehen, was sich mit meiner vorhandenen Zeit realisieren lässt – vielleicht gibt es ja demnächst auch einen Kurs zum Zeitmanagement 😉

Barcamp – Rücken – Katzen usw.

Auf dem Barcamp Köln waren die Themen breit gefächert. Es war nach dem themenspezifischen MonitoringCamp mein zweites Barcamp. Für mich war hier die große Bandbreite an Themen interessant. Zwar gab es viele Vorträge im Bereich Social Media, Kommunikation und Monitoring, aber auch Themen wie Bienen, elektrische Autos, Katzen und „Isch hab Rücken“.

Rücken hat fast jeder…

Die Session „Isch hab Rücken“ von Peter Evertz, der nach seiner Pensionierung als Heilpraktiker tätig ist, führte allen gut vor Augen (was wir ja eigentlich wissen…), dass „abhängen“ vor dem Computer/Laptop/Handy nicht gut für den Rücken ist.

Der Vortrag begann mit dem Aufbau der Wirbelsäule: Wirbelkörper, Bandscheibe und Nerven. Hier könnt ihr euch das noch einmal anschauen. Was ich – scheinbar bisher gut verdrängt habe – aus den Wirbelkanälen treten seitlich die Spinalnerven heraus, die die zu den Inneren Organe führen. Bei Druck/Quetschungen des Nervs kann dies durchaus zu Organproblemen führen. So z. B. kann ein gereizter/gequetschter Nerv im Brustwirbelbereich zu Atemproblemen führen (eine Übersicht gibt es hier). ­– Eigentlich hatte ich das schon mal gehört. Von einer Freundin, die in ihrer Wohnung auf glattem Boden ausgerutscht und mit dem Rücken voll die Wand getroffen hatte. Sie sagte, dass ihr regelrecht die Luft weggeblieben wäre, was an den Brustwirbeln gelegen hätte.

Weiterhin gab es noch ein paar Bilder, die zeigten, was für enorme Kräfte (ein vielfaches dessen, was man hebt) auf Wirbelsäule und Bandscheibe bei nicht sachgemäßem Heben wirken. Durch die Beugung der Wirbelsäule werden die Bandscheiben an einer Seite in Richtung Nerv zusammengedrückt, was dann schlimmstenfalls zu einem Bandscheibenvorfall führen kann. Also sollte man Gewichte – auch kleine – am besten mit möglichst geradem Rücken heben, d. h. in die Knie gehen.

Wasserkasten

Und den Kasten Wasser jetzt schön aus der Hocke mit möglichst geradem Rücken hochheben 😉

Weitere Tipps waren: Beim Einkaufen immer mit zwei möglichst gleich schweren Taschen unterwegs sein, da einseitige Belastungen nicht gut sind, wie auch das einseitige Tragen von Rucksäcken (meine Spezialität). Rennradfahren nur mit trainiertem Rücken – da gab es ganz viele rote (Belastungs)Punkte. Bei der Arbeit am Bildschirm möglichst gerade sitzen und den Bildschirm keinesfalls zu hoch einstellen: Hochschauen ist schlimmer als nach unten schauen, da es die Nackenmuskulatur belastet. So der übliche Bereich für Verspannungen halt.

Besonders interessant war allerdings, dass sich Probleme im Kiefergelenk auf die Statik der Wirbelsäule auswirken und dort auch Schmerzen oder Beckenschiefstellungen verursachen können. Ich habe dann selbst noch etwas recherchiert und gefunden, dass bei derartigen Kiefergelenkdysfunktionen zu 85% Schmerzen im Bereich des Nackens und zu 50% tiefe Kreuzschmerzen resultieren. [Lit. 1] Es gibt hierfür tatsächlich auch spezielle Aufbissschienen.

Mein Tipp bei Verspannungen im Rücken ist Tai Chi. Durch die – zumindest im Yang-Stil – langsamen und fließenden Bewegungen in Kombination mit der Atmung entspannt man nicht nur selbst, sondern auch die Muskeln. – – – Zumindest wenn man soweit ist, dass man Arme und Beine ohne nachdenken sortiert bekommt. 😉

TaiChi_Faecher

Der Fächer ist eine der Waffen im Tai Chi – wobei der Fächer bei Hitze eine nicht zu verachtende Zeitnutzung bietet 🙂

Literatur

1 El Gourari et al., Manuelle Medizin 2013, 51:484-492